Thyssenkrupp-Manager geht in Kamen auf Spurensuche

dzNachforschungen zur Firmengeschichte

Mitglieder der Familie Schulze-Böing gründeten nicht nur das Luftfahrtunternehmen Boeing. Ein Geschäftsführer sucht im Kamener Haus der Stadtgeschichte das Gespräch mit dem „Clanchef“.

19.11.2018, 17:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ungewöhnlicher Besuch im Haus der Stadtgeschichte: Ein Wirtschaftschef spricht angeregt mit Gerhard Schulze-Böing. Den Familiennamen Böing kennt man eher von dem US-amerikanischen Pendant Boeing, dem großen Flugzeughersteller. Schulze-Böing ist ein adoptiertes Mitglied der Familie mit Wohnsitz in Derne. Der Wirtschaftschef, mit dem er sich unterhält, ist Norman Baltrusch, Geschäftsführer der thyssenkrupp Hohenlimburg GmbH.

Baltrusch hat die Mission, Informationen über die Geschichte der Firma (damals noch Hoesch Hohenlimburg GmbH) zu sammeln. Die Familie Böing hat dazu einiges beigetragen. Gegründet wurde das Unternehmen in Hohenlimburg nämlich auch von Edmund Böing, der gemeinsam mit seinem Vater Gottfried Böing in Hohenlimburg arbeitete. Dort kaufte die Familie im frühen 19. Jahrhundert die Rechte für eine sogenannte Drahtrolle. Das Unternehmen entwickelte sich aufgrund dieser Entscheidung.

„Gerhard Schulze-Böing ist eine Art ‚Clanchef‘, wie man es im schottischen ausdrücken würde“, sagt Baltrusch und schmunzelt. Dem Wirtschaftschef geht es darum, die Verbindung zwischen der Familie, die den Hof Schulze-Böing in Derne betrieb, mit den Firmengründern in Hohenlimburg herzustellen. Gemeinsam sichteten Baltrusch und Schulze-Böing bereits einige Texte. Der „Clanchef“ lud den Manager zudem ein, bei sich zuhause eine alte Kiste mit allerlei Erinnerungen zu durchsuchen – eine Einladung, die Baltrusch gerne annahm.

„Ich bin froh drum“, sagt Schulze-Böing, der tief in seiner Familiengeschichte steckt. Er freut sich darüber, dass das Unternehmen in Hohenlimburg von seinem Wissen und seinen Unterlagen profitieren kann.

Eingerichtet hatten das Treffen die Archivare des Hauses der Stadtgeschichte nach einer Anfrage von Baltrusch. Im Haus der Stadtgeschichte gibt es nämlich allerlei Informationen über die berühmte Familie Schulze-Böing, die zu Pionieren im Bereich der Luftfahrt werden sollten.

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