Thomas-Cook-Pleite: Ausnahmezustand im Reisebüro

dzGeplatzte Urlaubsreisen

Geplatzte Urlaubsreisen beschäftigen die heimischen Reisebüros nach der Insolvenz des britischen Reiseanbieters Thomas Cook. Das Reisebüro Timmermann in Unna und Kamen veröffentlichte einen Hinweis für betroffene Kunden.

Kamen, Unna

, 24.09.2019, 11:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Touristik-Mitarbeiterin spricht von „Ausnahmezustand“: Im Reisebüro Timmermann mit drei Standorten in Kamen und Unna ist die Insolvenz des Reiseanbieters Thomas Cook das beherrschende Thema. Das Reisebüro stellte einen Warnhinweis auf seine Internetseite, um Kunden über Auswirkungen zu informieren. Einen gleichlautenden Hinweis gab es auf Facebook.

„Wie ihr sicherlich alle den Nachrichten entnommen habt, ist der letzte Rettungsversuch von Thomas Cook UK gescheitert“, schrieb das Reisebüro zunächst am Montag. „Wie geht es nun mit Thomas Cook, Neckermann Reisen & Bucher Reisen, sowie der Condor weiter? Leider wissen wir zur Zeit auch noch nicht mehr. ABER wir kümmern uns um Euch!!!“

Mitarbeiter melden sich nach Dringlichkeit und Abreisedatum

Geschäftsführer Jens Timmermann berichtete am Dienstag von glühenden Telefondrähten und intensiven Hilfsbemühungen. Rund 100 Vorgänge, die Kunden am Urlaubsort oder Kunden vor der Abreise betreffen, seien abzuarbeiten. „Wir sind seit Montagmorgen unter voller Fahrt für unsere Kunden tätig. Jeder Mitarbeiter hat seine Liste mit unseren Kunden der Veranstalter und nimmt aktiv Kontakt auf“, sagte er. Dieses erfolge nach Dringlichkeit. Wichtig sei, die Kunden auf dem aktuellen Stand zu halten, auch in den Zielgebieten, sodass sie nicht „stundenlang in irgendwelchen Warteschleifen hängen“.

Abreisen bis Freitag abgesagt

Am Dienstag gab es mehrere Updates. Zunächst hieß es am Morgen, dass alle Gäste, die eine Abreise bis einschließlich Dienstag, 24. September, gebucht haben, ihre Reise nicht antreten können. Am Nachmittag hieß es, dass dies für alle Gäste für Abreisen bis einschließlich Freitag, 27. September, gilt. Für Abreisen ab Samstag werde die Vorgehensweise „baldmöglichst“ entschieden.

Im Zweifel zum Flughafen fahren

Häufige Fragen betrafen zum Beispiel Urlauber, die eine Pauschalreise gebucht haben, aber die vorgesehene Fluggesellschaft sagt, dass die Kunden nicht mehr befördert werden. Dazu erklärte Timmermann: „Rechtlich gelten nur Aussagen des Vertragspartners, also nur des Reiseveranstalters, und nicht von Erfüllungsgehilfen des Veranstalters wie einer Fluggesellschaft, so dass der Kunde unbedingt diese Info von dem Veranstalter bestätigen lassen sollte.“ Im Zweifel sollte der Kunde zum Flughafen fahren und sich vertragstreu verhalten, damit es nicht später heiße: Der Kunde war ein „No-Show“ und muss Stornokosten zahlen.

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Bereits am Montag und Dienstag konnten Kunden, die mit der deutschen Thomas Cook gebucht hatten, nicht zur ihrem Urlaubsziel starten. Der Verkauf von neuen Reisen bleibt gestoppt. Die deutsche Tochter mit den Marken Thomas Cook, Neckermann, Öger Tours, Air Marin und Bucher Reisen ist nicht insolvent und führt derzeit Gespräche auf allen Ebenen.

Mit Material von dpa

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