Technopark-Geschäftsführung - offenbar kein Fulltime-Job mehr

dzKommentar

An der Spitze der Kamener Technologiepark-Gesellschaft gibt es einen Führungswechsel. Ingelore Peppmeier übernimmt als erste Frau den Chefposten – aber nur für eine Übergangszeit. Dazu ein Kommentar.

Kamen

, 02.10.2018, 12:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mehr Frauen in Führungspositionen – das ist ein erklärtes Ziel der Kamener Stadtverwaltung. Ingelore Peppmeier ist für den Ruf nach mehr Frauenpower in Führungsjobs ein Beispiel – 2016 wurde die frühere Fachbereichsleiterin und amtierende Dezernentin als erste Frau als Beigeordnete in die Verwaltungsspitze gewählt. Nun folgt ein weiterer Aufstieg.

Da Peppmeier im Rathaus auch für die Wirtschaftsförderin zuständig ist, lag es für die Gesellschafter der kommunalen Technopark-Gesellschaft jetzt wohl nahe, die Verwaltungsfrau mit der Geschäftsführung zu betrauen. Sie folgt in dem Führungsjob auf Hubertus Ebbers, der in den Ruhestand ging.

Technopark-Chefin ist aber für Peppmeier kein Fulltime-Job, weil sie Beigeordnete bleibt. Die Tatsache, dass sie den Technopark-Job erstens nebenamtlich und zweitens für eine befristete Übergangsphase übernimmt, ist ein Fingerzeig darauf, dass die Technopark-Gesellschafter mit dem Gedanken spielen, künftig kräftig bei dem Geschäftsführerposten zu sparen.

Wo früher ein sechsstelliges Gehalt jährlich floss und nun übergangsweise eine Entlohnung auf Minijob-Basis reicht, liegt möglicherweise hohes Sparpotenzial irgendwo dazwischen. Oder wird der Führungsposten sogar als überflüssig angesehen? Man darf gespannt sein, was denn bei dem angekündigten Gutachten zur Zukunft des Technoparks herauskommt und wohin der angesprochene Übergang gehen soll.

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