Täter scheitern am Tresor: Einbruch in Behinderten-Werkstatt

dzAlarmanlage schreckt ab

Weil die Alarmanlage anspringt, sind die Täter wohl unter Zeitdruck. Beim Einbruch in die Martin-Luther-King-Werkstatt in Südkamen gelingt es den Unbekannten nicht, den Tresor zu knacken.

Kamen

, 22.07.2019, 12:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Diese Einbrecher machen nicht einmal Halt vor einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. In der Nacht zum Sonntag wurde die Martin-Luther-King-Werkstatt der Ev. Perthes-Stiftung Ziel unbekannter Täter. Sie brachen ein Fenster der Einrichtung an der Südkamener Straße auf und gelangten ins Verwaltungsbüro. Weil sofort die Alarmanlage anschlug, blieb den Tätern offenbar nur wenig Zeit. Sie schafften es nicht, den eingebauten Tresor zu öffnen.

Alarmanlage bei Einbruch aktiviert

Peter Nolte, Technischer Leiter der Einrichtung, ist einer von mehreren Mitarbeitern, die auch in den gerade begonnenen Betriebsferien vor Ort sind. Er hat den Schaden begutachtet, den die unbekannten Täter hinterlassen haben. „Sie haben das Fenster aufgehebelt, dann ging die Alarmanlage an“, berichtet er. Wie hoch der Schaden ist, sei noch nicht zu beziffern. „Das wird jetzt ermittelt“, teilte er auf Anfrage der Redaktion mit. Schäden sind am Fensterrahmen aus Aluminium entstanden. In insgesamt drei Büros, so berichtet die Kreispolizei am Montag, seien Schränke und Schubladen durchsucht worden. Es sei den Tätern nicht gelungen, den Tresor aus seiner Verankerung zu lösen und zu entwenden.

Von industrieller Montage über Näherei bis zum Gartenbau

Im Betriebsteil „Martin-Luther-King“ bietet die Ev. Perthes-Stiftung Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen Hilfe für die berufliche Rehabilitation an. Etwa 400 Beschäftigte arbeiten in den Bereichen Metall, Garten- und Landschaftspflege, industrielle Montage, Elektromontage, Näherei und Verpackung. Sie produzieren für Firmen aus Industrie und Handel. Etwa 50 Firmen nehmen die Produkte ab. Betreut werden sie von weiteren 65 Mitarbeitern. Die Hellweg-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen bestehen aus vier weiteren Betriebsteilen im Kreis Unna - der Nicolai-Werkstatt in Bergkamen-Oberaden, dem Hellweg-Industrie-Service (HIS) in Bergkamen-Rünthe, dem Betriebsteil „Schacht III“, ebenso in Bergkamen-Rünthe und dem Betriebsteil „Dietrich Bonhoeffer“ in Unna.

Größtmögliche Selbstständigkeit ist das Ziel

Zwischen 18 und 65 Jahre alt sind die Beschäftigten in der Regel. Für ihre Arbeit erhalten sie ein Entgelt und keinen Tariflohn. Denn im Mittelpunkt steht nicht nur die Beschäftigung, sondern auch die berufliche Bildung und persönliche Förderung mit dem Ziel, eine größtmögliche Selbstständigkeit zu erreichen. Möglichst viele Beschäftigte sollen zudem fit gemacht werden für den Arbeitsmarkt. Immer wieder gibt es Vermittlungserfolge.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Kamen unter Tel. (02307) 9213220 oder 9210.
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