Symbolisch ein Stück Schokolade reichen: Beratung für Familien jetzt am Telefon

dzJugendhilfe

Und plötzlich ist die ganze Familie zuhause, was nicht immer Frieden bedeutet. Hilfe in der schwierigen Situation in Zeiten von Corona bieten Fachleute von Villa FIB, Familienbande und Rathaus.

Kamen

, 27.03.2020, 13:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beratung für Familien in allen Lebenslagen – in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig, wenn einem zuhause die Decke auf den Kopf fällt, weil es für Kinder und Jugendliche keine Kita und Schule gibt und für viele Erwachsene keine Arbeit oder Home Office.

Was an Hilfe in schwierigen Situationen bisher in der Villa FIB, dem Familienrathaus an der Bahnhofstraße, in direkten Gesprächen geleistet wurde, ist jetzt so nicht möglich. Diese und andere Beratungsstellen sind wie viele andere Angebote des öffentlichen Lebens für den Publikumsverkehr geschlossen.

Die Kräfte, die in allen Fragen rund um Kindheit, Jugend und Familie ansprechbar sind, sind indes weiterhin vor Ort und telefonisch oder über E-Mail erreichbar. Wie Sigrid Tech aus dem Familienservice der Villa FIB.

Diese sagt: „Wir versuchen am Telefon zusammen praktische Lösungen zu finden, vielleicht auch, indem wir einfach symbolisch ein Stückchen Schokolade reichen und einfach nur zuhören.“

Bei Fragen zur Kindertagespflege sind Christina Brinkhoff, Nesrin Sarsar und 
Tanja Krumrey, die in der Villa FIB in Kamen vor Ort sind, auch weiterhin ansprechbar.

Bei Fragen zur Kindertagespflege sind Christina Brinkhoff, Nesrin Sarsar und Tanja Krumrey, die in der Villa FIB vor Ort sind, auch weiterhin ansprechbar. © Stefan Milk

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Zahlreiche Angebote rund um die Familie

Unterstützung und Beratung erhalten Kinder, Jugendliche und Eltern demnach auch weiterhin – nur eben telefonisch, wie Stadtsprecher Peter Büttner informiert. „Die örtlichen Beratungseinrichtungen und Behörden sind auf diese Weise auch weiterhin für Kinder, Jugendliche und Familien da.“

In der Villa FIB am Rathausplatz 4 sind zahlreiche Angebote rund um die Familie angesiedelt: Die Familienhebamme, der Familienservice für Familien mit Neugeborenen, die Fachberatung Kindertagespflege, die Schulsozialarbeit, die Beratung von Familien mit Fluchterfahrung und die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Kamen und Bergkamen.

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Offenes Ohr für Kinder, Jugendliche und Eltern

Um sich jetzt dort zu melden, muss keine akute Krise vorliegen. Eltern und werdende Eltern, aber auch Kinder und Jugendliche können anrufen, wenn sie aufgrund der veränderten und ungewohnten Situation einfach nur reden wollen oder wenn es im Familienalltag mal hakt.

„Dieses Angebot gilt auch für viele weitere Beratungsstellen und Einrichtungen“, weitet Jugendhilfeplanerin Nicole Börner den Blickwinkel – vor Ort sind das zum Beispiel die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen, das Familienbüro der benachbarten Familienbande oder die Beratungsstelle für Familien- und Lebensfragen der Diakonie-Ruhr-Hellweg.

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Beratung durch den Allgemeinen Sozialen Dienst im Jugendamt

Familienbande bis Villa FIB

Alle Kontakte für die Hilfe

  • Villa FIB: 02307 / 148-4100, villa-fib@stadt-kamen.de
  • Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen: 02307 / 68678, beratungsstelle@helimail.de
  • Beratungsstelle für Familien- und Lebensfragen der Diakonie Ruhr-Hellweg: 02307 / 94743-0, skb-kamen@diakonie-ruhr-hellweg.de, efl-kamen@diakonie-ruhr-hellweg.de
  • Familienbande Familiennetzwerk Kamen: 02307 / 2850510, info@familienbande-kamen.de
  • Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD): 02307 / 148-3727, jugendamt@stadt-kamen.de

Auch der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) des Jugendamtes, so ergänzt Börner, passe seine Arbeitsweise der aktuellen Situation an und biete telefonische Beratung an. „Um das Ansteckungsrisiko im Rahmen der Corona-Pandemie möglichst gering zu halten, können wir persönliche Beratungsgespräche leider nur noch in absoluten Notfällen anbieten“, sagt sie.

Für solche Situationen stehen eigens eingerichtete, großzügige Besprechungsräume zur Verfügung, die den Anforderungen des Infektionsschutzes Rechnung tragen und das Ansteckungsrisiko minimieren. In Fällen von Kindeswohlgefährdung kann weiterhin unverzüglich Kontakt zum ASD aufgenommen werden.

Alle Einrichtungen und örtlichen Behörden sind telefonisch und per E-Mail erreichbar. Es ist auch möglich, eine Nachricht auf der Mailbox zu hinterlassen – man wird in jedem Fall zurückgerufen.

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