Summer-Life-Konzert in Kamen: „Wir sind auch bei Wind gut drauf“

dzKultur in Kamen

Das Blasorchester St. Marien Kaiserau sorgt für stimmungsvolle Musik in der Kamener Innenstadt und setzt damit die Summer-Life-Reihe fort. Der bunte Musikmix zieht auch viele junge Leute an.

von Jan Dreher

Kamen

, 10.08.2019, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schwarze Hose, weißes Hemd, grüne Weste, passende Krawatte: So präsentiert sich das Blasorchester St. Marien Kaiserau mit Trompete und Saxophon im Anschlag, bereit, die vorbeischlendernden Passanten mit gekonnt ausgewählten Klassikern auf die Stühle zu locken oder auch nur für einige Momente aus dem Samstagstrott aus Einkauf und Stadtbummel herauszureißen.

Mit Eis klingt alles gleich noch besser

„Ich hab davon garnichts gewusst“, sagt Günter Strunk, der eigentlich nur auf einen kurzen Schlenker aus Bergkamen mit dem Fahrrad in die Innenstadt gekommen ist. „Dann hab‘ ich die Musik gehört, hab‘ hier kurz gestanden und hab‘ mir jetzt noch extra ein Eis geholt und bin wiedergekommen“, sagt der Blasmusikfreund. „Mit Eis hört sich die Musik gleich noch viel besser an“, sagt er lachend und lässt es sich bei musikalischer Begleitung sichtlich gut gehen.

Summer-Life-Konzert in Kamen: „Wir sind auch bei Wind gut drauf“

Der Musikmix überzeugte viele Stadtbummler. Viele von ihnen blieben stehen oder setzten sich auf einen der aufgestellten Stühle. © Stefan Milk

Auch bei Wind ist die Stimmung gut

Passend für geneigte Eisesser aber gerade auch für die Blasmusiker strahlt die Sonne immer wieder zwischen den Wolken hindurch und taucht den Platz an der Kreuzung von Adenauerstraße und Kampstraße in angenehm warmes Licht.

Das einzige, was den Musikern zu schaffen macht, ist der böige Wind, der durch die Gassen der Innenstadt fegt.

„Da müssen die Magnete schon mal die Noten festhalten“, erklärt Bianca Rüwald, Sprecherin des Orchesters. „Aber wir sind auch bei Wind gut drauf“, versichert sie mit einem Lächeln bevor die 15 Männer und Frauen zu den Instrumenten greifen und Lieder wie „Rot sind die Rosen“ oder „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ durch die Straßen schallen lassen. Welches Lied dabei als nächstes kommt, werde spontan entschieden, „da muss man gucken wie das Publikum so reagiert“, erklärt die junge Musikerin.

Der Einkauf kann ruhig einige Minuten warten

Dass die Liedauswahl gut getroffen ist, lässt sich am durchaus durchmischten Publikum gut ablesen. Neben einigen älteren Zuhörern, die sich vor allem an Schlagern erfreuen, sind es auch immer wieder junge Familien, die in Hörnähe interessiert stehenbleiben und lauschen. Da kann der Einkauf schon mal einige Minuten warten.

Jetzt lesen

Nachwuchsmusiker gesucht

„Ein bisschen Nachwuchs könnte gerne kommen“, meint Bianca Rüwald. „Wir sind wegen der Urlaubszeit etwas geschwächt und einer unserer Musiker ist sogar aus Niedersachsen extra hergekommen für den Auftritt.“ Wer Interesse hat, kann montags von 19 bis 21.30 Uhr zur Probe ins katholische Pfarrheim kommen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Wirtschaft: Firma Vahle
Mit Fleiß zum Erfolg: Als Fachlagerist schickt Niclas Georg täglich Ware auf die Reise
Hellweger Anzeiger Streifenwagen beschädigt
Verfolgungsjagd im Kamener Kreuz: Polizei stellt den Täter kriechend durch den Kofferraum
Hellweger Anzeiger Nicht jedes Knöllchen zulässig
Nach dem Mega-Knöllchen: Wie man sich gegen Strafen der privaten Parkplatzwächter wehren kann
Hellweger Anzeiger Das Kamener Fotoalbum
Kamen früher und heute: Das älteste Haus und die Bahnhofstraße zur Zeit der Nazis
Hellweger Anzeiger Digitalisierung
(K)ein großer Wurf: Warum Schulen für die Digitalisierung einen langen Atem brauchen
Meistgelesen