Strompreis steigt für 65.000 GSW-Kunden in Kamen, Bönen und Bergkamen

dzZum 1. Januar

Tausende Gemeinschaftsstadtwerke-Kunden in Kamen, Bergkamen und Bönen müssen ab Januar mehr für Strom bezahlen. Die nun angekündigte Preiserhöhung wirft für Kunden wie Gerd Burkhardt Fragen auf.

Kamen, Bergkamen

, 19.11.2019, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gerd Burkhardt wohnt in einem Mehrfamilienhaus am Ostkamp in Kamen. Der Rentner hat jetzt Post von den Gemeinschaftsstadtwerken Kamen-Bönen-Bergkamen (GSW) bekommen, und die Betreffzeile des Schreibens weckte bei ihm keine Begeisterung. „Strompreisanpassung zum 01.01.2020 für Ihr Stromprodukt GSW Fashion“, beginnt das zweiseitige Schreiben.

Der kommunale Energieversorger GSW hebt zu Beginn des nächsten Jahres den Strompreis an. Mit einer Erhöhung um knapp acht Prozent beim Arbeitspreis ist Gerd Burkhardt dabei. Künftig zahlt er pro Kilowattstunde 2,08 Cent mehr – das sind 27,97 Cent.

GSW begründen Erhöhung mit Kosten für die Energiewende

Zur Begründung verweisen die Stadtwerke auf die Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, die durch die EEG-Umlage jeder Stromkunde in Deutschland mitbezahlt. Die EEG-Umlage habe ein Rekordhoch erreicht. Auch die Stromtransportkosten seien gestiegen. Nicht zuletzt habe sich die Entwicklung der Großhandelspreise „kostentreibend auf unseren Stromeinkauf“ ausgewirkt.

170 Versorger haben Preiserhöhungen angekündigt

Die GSW drehen nicht als einzige an der Preisschraube. Nach Angaben der Vergleichsportale Verivox und Check24 haben rund 170 Versorger Preiserhöhungen zum 1. Januar 2020 angekündigt. Die Vergleichsportale ermittelten einen durchschnittlichen Anstieg von 5,4 bzw. 5,3 Prozent.

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GSW-Kunde Burkhardt fragt sich angesichts der überdurchschnittlichen Preiserhöhung seines örtlichen Versorgers: „Mit welcher Berechtigung muss ich so viel mehr bezahlen?“ Er verweist auf Medienberichte über günstigere Einkaufspreise an den Strombörsen im Vergleich zum Vorjahr. GSW-Sprecher Timm Jonas begegnet solchen Einwänden damit, dass die Strompreise an den Märkten langfristig gestiegen seien.

Über 70 Euro mehr für Strom im Jahr

Burkhardt verbraucht im Jahr 3390 Kilowattstunden Strom. Die GSW rechnen ihm in dem Schreiben vor, dass er monatlich 5,88 Euro bzw. jährlich 70,59 Euro mehr bezahlen muss. Die Preiserhöhung beim Strom betrifft insgesamt rund 65.000 Kunden.

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