Strom von den heimischen GSW: Das ist der Preis fürs nächste Jahr

dzEnergiekosten

Zum Jahresende fällt in vielen Haushalten der Blick auf den Stromzähler. Die örtlichen Stadtwerke, die GSW, haben jetzt verkündet, wie sich der Strompreis im kommenden Jahr entwickelt.

Kamen

, 18.11.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während der Erdgas-Preis ab Januar erheblich steigt, bleibt der Strompreis stabil, zumindest bei den Kunden der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen. Der örtliche Energieversorger bezeichnet das als „erfreuliche Nachrichten für alle Stromkunden der GSW“. Die derzeitigen Preise behalten Gültigkeit sowohl für die Haushaltskunden als auch für die Gewerbetreibenden. Beim Erdgas steigt der Preis um ca. 6,5 Prozent.

Im Vergleich zu Spitzenreitern beim Arbeitspreis wenig Unterschied

Zurzeit beträgt der Arbeitspreis für eine Kilowattstunde Strom 27,97 Cent im GSW-Tarif „fashion“. Der Grundpreis ist, wie auch bei anderen Energieversorgern, teurer. Er liegt bei 29,39 Cent. Zum Vergleich: Beim Online-Vergleichsportal „verivox“ liegt der Spitzenreiter „Vattenfall“ mit dem Produkt „Easy 12 Extra Strom“ bei 26,12 Cent/kWh. Der sogenannte Energiediscounter „eprimo“ auf Platz 2 ist schon mit 28,25 Cent/kWh teurer als der GSW-Tarif „fashion“.

Im Umspannwerk an der Fritz-Erler-Straße hängt die Stadt Kamen sozusagen an der Steckdose. Von dort wird die Energie im Stadtgebiet verteilt.

Im Umspannwerk an der Fritz-Erler-Straße hängt die Stadt Kamen sozusagen an der Steckdose. Von dort wird die Energie im Stadtgebiet verteilt. © Marcel Drawe

Statt Lockangebote gibt es einen Treuebonus

Verbraucherschützer raten zwar grundsätzlich zum Vergleich, aber auch zur Vorsicht: Denn oftmals drücken einmalige Prämien die Preise, die zunächst günstig wirken, aber im Folgejahr dann explodieren. Derlei Lockangebote, die später teuer werden können, gibt es bei den GSW nicht. „Viele Neukundenboni sind lediglich Lockmittel, die den Kunden blenden und den wahren Preis überdecken“, sagte Geschäftsführer Jochen Baudrexl dazu einmal im Gespräch mit der Redaktion. Das Unternehmen reagierte auf die Entwicklung im Markt mit einem Treuebonus, der zum vorigen Jahr eingeführt wurde.

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Die Marktdurchdringung liegt bei ca. 90 Prozent

Die GSW mit ca. 185 Mitarbeitern sind vor Ort deutlicher Marktführer. Die Marktdurchdringung in Kamen, Bergkamen und Bönen liegt bei 88 Prozent. Das sind etwa 60.000 Zähler, die in den drei Kommunen bei Haushalts- und Gewerbekunden installiert sind. Das ortsansässige Unternehmen punktet mit Ortsnähe, zusätzlichen Serviceangeboten, sind Arbeitgeber und Auftraggeber für die heimische Wirtschaft und – außerhalb der Pandemie – Betreiber von dann auch geöffneten Freizeiteinrichtungen. Ein Faktor, der zur Kundenbindung beiträgt.

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Jüngste Strompreiserhöhung gab es Anfang des Jahres

Die letzte Strompreiserhöhung ist nicht so lange her. Zum 1. Januar dieses Jahres gab es einen satten Aufschlag von ca. 6,7 Prozent. Als Ursache dafür hatten die GSW ein Rekordhoch bei der EEG-Umlage, mit der der Ausbau der erneuerbaren Energien finanziert wird, genannt. Und auch die Stromtransportkosten, insbesondere durch Preissteigerungen bei den vorgelagerten Übertragungsnetzen, waren gestiegen.

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