Stressfrei und schneller zum Einsatz: Das neue Feuerwehrhaus macht’s den Rettern einfacher

dzTag der offenen Tür

Bereits vor einigen Wochen weihte die Freiwillige Feuerwehr in Wasserkurl ihr neues Feuerwehrhaus ein. Am Tag der offenen Tür präsentieren die Mitglieder den Bau nun auch der Öffentlichkeit.

von Niklas Mallitzky

Kamen, Methler

, 22.09.2019, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn der Melder losgeht, muss es schnell gehen. Innerhalb weniger Minuten treffen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Wasserkurl dann am Feuerwehrhaus am Hohen Feld ein. Schon hier kann Frank Dreher, Mitglied der Löschgruppe Wasserkurl und Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Methler, die erste Neuerung verkünden: „Auf dem Boden sind jetzt Linien für Parkplätze aufgetragen.“ Dreher führt am Sonntag vor, wie genau die Einsatzvorbereitungen im veränderten Feuerwehrhaus ablaufen, wenn es zum Notruf kommt. Insgesamt acht Parkflächen sind direkt vor dem Feuerwehrhaus ausgewiesen, um das Eintreffen der Retter noch effizienter zu gestalten.

Stressfrei und schneller zum Einsatz: Das neue Feuerwehrhaus macht’s den Rettern einfacher

Am Tag der offenen Tür der Feuerwehr Wasserkurl war das neue Feuerwehrhaus der absolute Höhepunkt. © Marcel Drawe

Ein Gang durch das neue, moderne Feurwehrhaus

Beim Tag der offenen Tür ist das neue Feuerwehrhaus das Gesprächsthema Nummer eins. Die vielen Besucher wollen es sich nicht nehmen lassen, den modernen Bau selbst in Augenschein zu nehmen. Das wissen natürlich auch die Feuerwehrleute und führen immer wieder Neugierige durch die modernen Räumlichkeiten. Natürlich ist auch die Jugendfeuerwehr dabei, die Spiele für die jüngeren Besucher vorbereitet hat und natürlich versucht, neue Mitglieder für sich zu gewinnen.

Nachdem die privaten Fahrzeuge auf den Stellflächen einen Platz gefunden haben, eilen die Feuerwehrleute ins Innere des Gebäudes. Auf der Schwelle zum Eingang haben die Feuerwehrleute eine spezielle Schicht aufgetragen, die ein Rutschen mit nassen Stiefeln verhindern soll. Am Ende des kurzen Flures geht es rechts herum zu den Umkleidekabinen, die jetzt geschlechtergetrennt sind.

Dort warten neue Spinde mit der Einsatzkleidung auf die Löschgruppe. „Eigentlich bräuchte jedes Mitglied zwei Spinde, um eine Schwarz-Weiß-Trennung zu ermöglichen“, erklärt Dreher. Mit der Schwarz-Weiß-Trennung ist die Trennung von Arbeitskleidung und privater Kleidung gemeint. „Aber dafür ist einfach zu wenig Platz.“

Stressfrei und schneller zum Einsatz: Das neue Feuerwehrhaus macht’s den Rettern einfacher

Am "Brandhaus" wird demonstriert, wie sich Rauch im Haus ausbreitet und warum Rauchmelder wichtig sind. © Marcel Drawe

Feuerwehrmänner und -frauen werden auch mal zu Marsmännchen

Um zumindest die im Einsatz kontaminierte Kleidung von der privaten Kleidung fernzuhalten, gibt es einen Rollcontainer, in dem die Einsatzkleidung nach der Beendigung der Arbeiten landet.

Wie eine solche Kleidung aussehen kann, führen Oberfeuerwehrfrau Lea Sommer und Unterbrandmeister Julian Schumann am Sonntag vor dem Gebäude vor. Eine der Puppen trägt neben dem Atemschutzgerät die bekannte, schwarze Kleidung mit gelben Reflektoren entsprechend der „HuPF“, eine Abkürzung für „Herstellungs- und Prüfungsbeschreibung für eine universelle Feuerwehrschutzbekleidung“. Die Puppe daneben ist in den „CSA“, den sogenannten Chemikalienschutzanzug gekleidet. „Intern heißt der grüne Anzug bei uns auch Marsmännchen“, verrät Sommer.

Der erste der Retter, der seine Kleidung angelegt hat, läuft dann zurück in den Flur und zum dortigen Drucker, in dem die Alarmdepesche mit den Einsatzinfos liegt. Dann geht es weiter in die neue Fahrzeughalle, deren Eingang gegenüber dem der Umkleideräume liegt, die Wege sind kurz.

Nachdem das Fahrzeug vom Strom und der Druckluft abgetrennt wurde und das Rolltor aufgeht, heißt es für die Feuerwehrleute Aufsitzen. Wenn das Löschfahrzeug die Halle verlässt, brauchen die Feuerwehrleute nur einen Knopf zu drücken, der schließt gleichzeitig das Rolltor und die Eingangstür, die von einem Magnetschalter offengehalten wird.

Der effizientere Ablauf sorgt für weniger Stress bei den Feuerwehrleuten und noch schnellere Reaktionszeiten. Auch ein Büro ist Teil des neuen Baus, denn zur Feuerwehrarbeit gehöre auch immer mehr Verwaltungsarbeit, so Dreher: „Der neue Bau wird den modernen Anforderungen unserer Tätigkeit viel besser gerecht.“

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