Statt Kaffee ein Spruch zum Frühstück: Diese App soll zum täglichen Begleiter werden

dzKirche in Kamen

Jeden Tag positiv beginnen – das können manche nur mit einem Kaffee. Andere schwören auf ihr Müsli. Doch es gibt auch andere Möglichkeiten. Zum Beispiel die neue go4peace-App.

05.12.2019, 16:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es ist ein Frühstücks-Push für die Seele“, sagt Pastor Meinolf Wacker über die neue Go4peace-App. In der App erscheint jeden Tag ein neues Motto, mit dem Menschen besser und gestärkt in den Tag starten sollen – egal ob sie gläubig sind oder nicht. Wer möchte, kann das Tagesmotto als Pushnachricht auf dem Handy-Display aufploppen lassen. Aber das ist kein Muss und lässt sich in den Einstellungen anpassen.

Die neue App geht im Januar an den Start und ersetzt die bisherigen Apps „Onword“ und „Onword24“, die das Netzwerk Go4peace derzeit anbietet. Die beiden alten Apps werden Ende diesen Jahres gelöscht.

Verloren geht dadurch nichts, denn die Funktionen der beiden Apps werden künftig in der neuen gebündelt. Wacker kündigt außerdem ein neues, modernes Design an. Es soll der Webseite des Netzwerkes von Go4peace nachempfunden werden.

Im Menü gibt es laut Wacker mehrere Bereiche. Neben dem Tagesmotto, das jeweils aus dem Evangelium entspringt, enthält ein weiteres Fenster Erfahrungen von Jugendlichen aus der ganzen Welt. Sie sollen dazu ermutigen, eigene, persönliche Geschichten zu posten. Das soll laut Wacker jetzt einfacher und unverbindlicher funktionieren, als noch in den alten Anwendungen.

Kleine Erinnerungen für den Alltag

Darüber hinaus gibt es die Rubrik „Brief für dich“. Jeden Monat verbirgt sich hinter diesem Menüpunkt eine neue Botschaft für den Leser. Es ist ein Impuls aus der Bibel, der für ein lebendiges Miteinander wirbt. Auch der Brief kann jeden Monat automatisch aufploppen, wenn man das möchte.

Genau so ist es mit den Friedensgesten – einem neuen Angebot. Jeden Monat wird ein neuer Gestus veröffentlicht. Er soll nicht nur daran erinnern, friedlich miteinander umzugehen, sondern auch, mit sich selbst Frieden zu schließen. Die Gesten sind einfach formuliert und lassen sich schnell in den Alltag integrieren. Eine ist zum Beispiel „Müll aufsammeln“, eine andere „intensiv zuhören“. Es sind kleine Erinnerungen an Dinge, die sich viele Menschen ohnehin für ihr Leben vornehmen, aber im Alltag schnell vergessen werden können. Die App erinnert daran.

Der Anstoß für die Friedensgesten kam laut Wacker von den katholischen Hilfswerken und den Diözesanstellen Weltkirche der deutschen (Erz-)Bistümer. Sie haben sich gemeinsam auf das Jahresthema „Frieden leben“ geeinigt und dem Kamener Netzwerk Go4peace vorgeschlagen, sich ebenfalls etwas zu dem Thema einfallen zu lassen.

Go4peace-App ab Januar 2020 herunterladen

Die App kann ab Anfang Januar 2020 im Appstore auf Android und auf Apple-Geräten heruntergeladen werden. Da die Texte nicht nur Jugendliche in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt erreichen, sind sie in unterschiedlichen Sprachen verfügbar.

Begleitend zu dem Handyangebot veröffentlicht das Netzwerk jeden Monat ein Video auf der Plattform YouTube. Es zeigt Friedenserfahrungen junger Menschen aus ganz Europa und visualisiert so den monatlichen „Brief für dich“. Der YouTube-Kanal von Go4peace heißt „pieces4peace“.

Das Netzwerk will die Menschen durch sein Angebot auf den unterschiedlichsten Kanälen erreichen. Wie viele Nutzer genau Go4Peace erreicht, weiß Meinolf Wacker nicht, das lässt sich schwer nachhalten. Mindestens seien es aber 2000 Menschen. Ihnen allen will Go4peace ein anderes Vorzeichen vor die Klammer setzten. „Ich habe im Matheunterricht gelernt, dass das Vorzeichen vor der Klammer alle Vorzeichen darin bestimmt“, sagt Wacker. Und jeder weiß wohl, wie viel ein guter Start in den Tag bewirken kann.

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