Stadt will Parksituation nach Anwohnerbeschwerde überprüfen

dzFreibad-Viertel

Die Verkehrsregeln im Freibad-Viertel unweit des Bahnhofs Kamen sollen nach einer Anwohnerbeschwerde überprüft werden. Das hat Vize-Verwaltungschef Dr. Uwe Liedtke einer Anwohnerin zugesagt.

Kamen

, 21.03.2019, 11:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anwohner befürchten, dass der geplante Neubau eines Ganzjahresbads („Kombibad“) auf dem Freibad-Gelände den herrschenden Parkdruck im Quartier verschärft. Die Sorgen wurden jetzt bei einem Gespräch mit der Stadtverwaltung thematisiert, das auf Anfrage von Anwohnerin Heike Klassen zustande kam.

Vize-Verwaltungschef Liedtke und die Anliegerin der Straße „Am Ufer“ sprachen über die Park- und Verkehrssituation. Dazu zählt auch die Straße „Am Schwimmbad“, die von der Westicker Straße abgeht. Wegen der Nähe zum Bahnhof Kamen gilt der Parkdruck dort als hoch. Anwohner, Bahnpendler und Freibad-Besucher konkurrieren um Parkplätze.

In dem Gespräch ging es aber nicht nur um den Parkdruck, sondern auch um den Durchgangsverkehr in der Straße „Am Schwimmbad“. Diesen scheine es zu geben, obwohl die Straße nur für den Anliegerverkehr freigegeben ist, schilderte Liedtke. Auf Anfrage der Redaktion gab der Erste Beigeordnete in Abstimmung mit der Anliegerin das Gesprächsergebnis bekannt. „Im Ergebnis des Gespräches habe ich zugesagt, die derzeitigen verkehrsrechtlichen Regelungen in dem betreffenden Bereich zu überprüfen. Dabei soll sich der Blick insbesondere auf die Durchgangsverkehre richten, aber auch auf möglicherweise rechtswidriges Parken“, teilte Liedtke mit. „Verabredet wurde zudem, zu gegebener Zeit erneut gemeinsam auf die Bäderplanung zu schauen, sofern sie sich weiterentwickeln und konkretisieren sollte.“

„Ausreichende Zahl“ an Parkplätzen einzurichten

Beim Kombibad ist Liedtke zufolge „in der weiteren Entwurfsentwicklung auf das Thema ,Parken‘ adäquates Augenmerk zu richten“. Eine ausreichende Anzahl an Stellplätzen sei einzuplanen. „Weitere Potentiale“ seien bei Bedarf auf dem benachbarten GSW-Grundstück „herstellbar“, heißt es.

Der Badbetreiber GSW will im Fall des Kombibad-Neubaus 200 Fahrrad-Stellplätze und mindestens 68 Auto-Parkplätze ausweisen, davon 26 auf dem Bad-Gelände und 42 im öffentlichen Verkehrsraum (darunter 30 vorhandene und 12 neu entstehende). Für etwaige weitere Stellplätze ist eine Freifläche neben einem GSW-Betriebshof rund 150 Meter vom Freibad entfernt vorgesehen.

Anwohnerin Heike Klassen hatte sich vor dem Hintergrund der Planungen für das Kombibad sowie für ein UKBS-Mehrfamilienhaus („Solarhaus“) an die Stadt Kamen gewandt. Das Solarhaus soll nordwestlich vom Freibad auf dem bisherigen Freibad-Parkplatz entstehen. Für das Solarhaus ist ein Bauantrag gestellt. Der Bau des Kombibads hängt von einer Entscheidung des Rats ab. Zur Wahl steht auch die Sanierung vorhandener Bäder.

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