In der Kamener Fußgängerzone könnte am Montag und Dienstag mehr Betrieb herrschen: Ab Mittwoch müssen Einzelhändler ihre Geschäfte schließen. © Marcel Drawe
Coronavirus in Kamen

Stadt Kamen nennt Zahlen über Menschen in Quarantäne

Seit einigen Tagen stagniert die Zahl der Corona-Infizierten in Kamen. Die Zahl der Kamener in Quarantäne ist freilich naturgemäß größer. Die Stadt lobt und mahnt.

Neun Kamener meldeten sich an diesem Freitag als gesundet, zwei Infizierte kamen in der Corona-Statistik hinzu. Das ergibt sieben Corona-Fälle weniger für die Statistik in Kamen. Auch in den vergangenen Tagen waren die Kamener Zahlen überschaubar. Erfreulich überschaubar.

Auch Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne befinden, gibt es am Freitagmittag nicht allzu viele. Gegen 13 Uhr nannte Stadtsprecher Rüdiger Büscher die Zahl 140. Insgesamt mussten seit Beginn der Pandemie bereits rund 1200 Menschen in Kamen für eine Weile zu Hause bleiben. Doch Büscher nannte die Zahlen nur unter Vorbehalt und betonte, dass es sich dabei lediglich um eine Momentaufnahme handele.

Die Quarantänezahl in Kamen ist nur eine Momentaufnahme

Zum Zeitpunkt der Anfrage befanden sich zwar definitiv um die 140 Menschen in Quarantäne, doch schon eine halbe Stunde später könnte sich die Zahl wieder verändert haben. Die Situation sei dynamisch und im Fluss. Das sei auch der Grund dafür, dass der Kreis die Zahlen der sich in Quarantäne befindlichen Personen grundsätzlich nicht nennt. Sie seien nicht aussagekräftig, betont Büscher.

Schon eine Veranstaltung oder ein Restaurantbesuch, bei dem eine infizierte Person mehrere weitere ansteckt, kann eine Kettenreaktion hervorrufen und die Zahlen schnell wieder in die Höhe schießen lassen.

„Wir haben Glück, dass wir bisher von einem Superspreader-Event verschont geblieben sind“, sagt Büscher. Er lobt die Kamener. Sie seien sehr maskentreu und hielten gut Abstand. Dass viele Bürger sich an die Regeln halten, sei gut. „Aber es gehört auch Glück dazu. Darüber müssen wir uns immer klar sein.“

Über die Autorin
Jahrgang 1991. Vom Land in den Ruhrpott, an der TU Dortmund studiert, wohnt jetzt in Bochum. Hat zwei Katzen, liest lieber auf Papier als am Bildschirm. Zu 85 Prozent Vegetarierin, zu 100 Prozent schuhsüchtig.
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Claudia Pott

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