Stadt braucht Wasser nicht zu bezahlen

Gelsenwasser hilft bei Baumrettung

Reiner Steffen, Chef des Kamener Bauhofs, kann sich angesichts der anhaltenden Trockenheit über ein Angebot aus Gelsenkirchen freuen. Das soll helfen, Pflanzen und Bäume vor dem Vertrocknen zu retten.

Kamen

24.07.2018, 18:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der dort ansässige Wasserversorger Gelsenwasser will seinen Partnerkommunen, zu denen auch Kamen zählt, insgesamt 180.000 Kubikmeter Wasser spendieren. Damit sollen die Städte und Gemeinden das „Grün in den Städten retten“, wie es heißt.

Der Wasserbedarf bei der Hitze ist enorm. In Kamen sind die Bauhof-Mitarbeiter unter anderem mit einem 5000-Liter-Fass unterwegs. Solche Anstrengungen hat wohl Gelsenwasser-Vorstandschef Henning Deters vor Augen, wenn er sagt: „Das Engagement durch die städtischen Grünflächendienste, die Feuerwehren und Privatleute ist beeindruckend. Wir wollen als Umweltunternehmen mithelfen, dass so viele Bäume wie möglich am Leben bleiben.“

Jede Kommune, in der Gelsenwasser mit der Wasserversorgung beauftragt sei, kann ab sofort 5.000 Kubikmeter Wasser kostenlos für die Baumrettung nutzen. Das reicht laut Gelsenwasser pro Stadt für rund 50.000 Bewässerungen.

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5000 Kubikmeter sind umgerechnet fünf Millionen Liter oder über 35.000 Badewannen-Füllungen. Das heißt, Kamen könnte das eingesetzte 5000-Liter-Wasserfass theoretisch 1000 Mal kostenlos auffüllen. Gelsenwasser weist darauf hin, das die Kommunen zum Wasserzapfen Standrohre benutzen können, die die Feuerwehren ohnehin für ihre Löscheinsätze vorrätig hätten. Außerdem verleihen die Gelsenwasser-Betriebsstellen in Gelsenkirchen, Hattingen, Recklinghausen, Unna, Lüdinghausen und Altenberge Standrohre an die Städte. Die Standrohre werden an Hydranten angeschlossen und sind sofort einsatzfähig. Sie können so gezielt da eingesetzt werden, wo das Nass fehlt. Das spare auch Zeit für die Helfer, da keine Bewässerungsfahrzeuge betankt und durch die Stadt gefahren werden müssen.

Gelsenwasser ist über eine Wasserkonzession in folgenden Kommunen für die Wasserversorgung zuständig: Altenberge, Ascheberg, Bergkamen, Billerbeck, Bönen, Castrop-Rauxel, Datteln, Drensteinfurt, Fröndenberg, Gelsenkirchen, Haltern am See, Hattingen (Teilgebiet), Havixbeck, Herne, Herten, Issum, Kamen, Linnich, Lüdinghausen, Marl, Menden-Halingen, Nordkirchen, Oer-Erkenschwick, Olfen, Recklinghausen, Selm, Senden, Sprockhövel (Teilgebiet), Unna, Velbert-Langenberg, Waltrop, Warendorf-Hoetmar, Welver, Werl, Werne, Wickede
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