Comeback für einen Spielplatz: Kamen will noch in diesem Jahr fertig werden

dzKinderspielplätze in Kamen

Erst wurde er nicht mehr gebraucht, nun soll er wiederkommen – der Spielplatz an der Straße An der Körne in Wasserkurl. 20.000 Euro will die Stadt Kamen dafür noch in diesem Jahr aufwenden.

Kamen

, 19.06.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer den Stichweg von der Straße An der Körne zum ehemaligen Spielplatz nimmt, landet vor einer Grünfläche – umgeben von Hecken, in denen Rotkehlchen, Amseln und Mönchsgrasmücken ihre Lieder singen.

Dass hier bis vor einigen Jahren noch Kinder getobt haben, ist erst auf den zweiten Blick zu erahnen. Im Boden gibt es nämlich Löcher, die längst auch von Gras bewachsen sind. In ihnen waren einst die Spielgeräte befestigt.

Als im Zuge der Spiel- und Bolzplatzanalyse im Jahr 2011 sieben Spielplätze in Kamen aufgegeben wurden, war auch die Fläche „An der Körne“ dabei. Vermarktet wurde sie nicht und die Stadt Kamen bietet sie aktuell auch nicht zum Kauf an. Das könnte sich als Glücksfall erweisen, denn der Spielplatz steht vor einem Comeback.

Wunsch einer Interessengemeinschaft

In einer Mitteilung für den Jugendhilfeausschuss, der am 23. Juni in der Kamener Stadthalle tagt, empfiehlt die Stadtverwaltung, den Spielplatz zu reaktivieren. Damit folgt sie einem Ansinnen der Interessengemeinschaft „Körne-Schmiedeweg-Kids“. Für die hatten Kirsten Hägerling und Nadine Becker angefragt, ob ein Spielplatz-Comeback nicht möglich sei.

Prüfungen der Stadt ergaben, dass in dem Siedlungsgebiet zum 31. Dezember 2018 insgesamt 40 Kinder leben. Dass dort viele Kinder wohnen, sieht man überall. Spielgeräte und Planschbecken in den Gärten, dazu sind Figuren, die auf die spielenden Kinder hinweisen, an viele Laternenmasten angekettet. Wer die Straße mit dem Auto befährt, soll vorsichtig sein.

Kunststofffiguren weisen auf spielende Kinder an der Straße An der Körne in Wasserkurl hin.

Kunststofffiguren weisen auf spielende Kinder an der Straße An der Körne in Wasserkurl hin. © Dirk Becker

Die Stadtverwaltung empfiehlt nach intensiven Gesprächen mit der Interessengemeinschaft, den Spielplatz zu reaktivieren. Das würde etwa 20.000 Euro kosten, heißt es in der Mitteilung für den Jugendhilfeausschuss. Für eine zukunftssichere Spielflächenversorgung für den Ortsteilbereich Kamen-Methler-Wasserkurl sei die Reaktivierung dringend empfohlen, so die Stadt.

Realisierung noch in diesem Jahr möglich

Was die Eltern in der Siedlung besonders freuen dürfte: Eine Umsetzung wäre, wenn die finanziellen Mittel bereitgestellt werden, noch in diesem Jahr möglich.

Für die Stadt Kamen hat die Reaktivierung auch noch einen weiteren Vorteil: Die sonst möglicherweise notwendige Querungshilfe an der Afferder Straße kann verworfen werden. Sie sollte ein gefahrloses Erreichen der Spielfläche „Am Lehmacker“ ermöglichen.

Der Jugendhilfeausschuss tagt am Dienstag, 23. Juni, ab 18 Uhr in der Stadthalle Kamen. Die Sitzung ist öffentlich.
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