Spendebereitschaft in Kamen bleibt hoch: Hilfsgüter sind gut in Rumänien angekommen

dzAWO-Arbeitskreis

Die Hilfsbereitschaft für Rumänien bleibt in Kamen auf hohem Niveau bestehen. Ein Hilfstransport konnte jetzt wieder durch günstige Umstände auf den Weg gebracht werden.

von Werner Wiggermann

Kamen

, 11.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Trotz vielfältiger eigener Sorgen hierzulande bleibt die Spendenbereitschaft für die Ortschaft Toplet in Rumänien ungebrochen. Das ist das Fazit von Peter Resler, Leiter des AWO-Arbeitskreises Humanitäre Hilfe für Rumänien. So füllt sich das Lager für Sachspenden aus dem Kreis Unna immer wieder neu. Zuletzt war es wirklich randvoll geworden, weil die Freunde aus Toplet die hochwillkommenen Spenden wegen der für sie sehr strengen Corona-Auflagen nicht abholen konnten.

Am 17. Juni aber ergab sich eine gute neue Gelegenheit, die Hilfsgüter doch auf den Weg zu bringen. Es fand sich ein Lkw, der sonst leer nach Rumänien hätte zurückkehren müssen. Da sich die Gelegenheit ziemlich spontan ergeben hatte, mussten die Mitglieder des Arbeitskreises ebenso spontan zur Verladung kommen.

Sehr strenge Corona-Auflagen in Rumänien

Unter anderem kamen so ein neues Klettergerüst für den Schulhof in Barza auf den Lkw, ebenso Basketballständer, Kicker und Computertische für das Gymnasium in Toplet sowie viele Waren, die jetzt günstig im Sozialkaufhaus der AWO in Toplet angeboten werden können. Inzwischen sei alles gut am Bestimmungsort angekommen, teilte Peter Resler jetzt mit.

Der Lkw wäre sonst leer nach Rumänien gefahren: Mitglieder des Arbeitskreises stellen die Ladepapiere zusammen.

Der Lkw wäre sonst leer nach Rumänien gefahren: Mitglieder des Arbeitskreises stellen die Ladepapiere zusammen. © Peter Resler

Wahrscheinlich ein echter Mutmacher für die rumänischen Freunde, die trotz sehr geringer Fallzahlen deutlich strengere Corona-Auflagen hatten erfüllen müssen als die, die etwa in Nordrhein-Westfalen gelten. Ältere Menschen beispielsweise durften bis vor kurzem ihre Wohnungen nur für jeweils zwei Stunden verlassen. Eine Krankenschwester aus Toplet, die in Österreich ausgebildet worden war und ihr Examen dort bestanden hatte, durfte anschließend wochenlang nicht nach Hause, berichtet Resler. Erst als sie eine feste Stelle in einem rumänischen Krankenhaus bekommen hatte, wurde das erlaubt.

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Besuch aus Rumänien soll wie geplant kommen

Weniger strenge Regeln galten übrigens während der ganzen Coronakrise für europaweit tätige Transportunternehmen. Deshalb war es möglich, den Lkw für den Hilfsgütertransport nach Toplet zu bekommen. Und deshalb kann nun wieder damit begonnen werden, das Sammellager neu zu befüllen.

Ein Stück weit Normalität in den Kontakten in die rumänische Region Banat möchte der Arbeitskreis auch durch das Festhalten an gegenseitigen Besuchen pflegen. Aufgrund der Lockerung der Corona-Auflagen werde an dem geplanten Besuchstermin der Freunde aus Rumänen vom 17. bis 20. August festgehalten, berichtet Peter Resler.

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