SPD fordert Nachtfahrverbot für Laster auf zwei Landesstraßen: „Wir gehen das offensiv an“

dzVerkehrslärm, Luftverschmutzung

Die hartnäckigen Forderungen von Werver-Mark-Anwohner Peter Streich zeigen Wirkung. Die SPD-Fraktion fordert Nachtfahrverbote für Lastwagen auf der Werver Mark und auf der Lünener Straße.

Kamen

, 25.11.2019, 12:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wolken aus Diesel und sonstigen Kraftstoffen. Und Motorengetrommel und scheppernde Auflieger, wenn sie über die Betonkanten der etwas höher liegenden Innenringe der Kreisverkehre fahren.

Werver-Mark-Anwohner Peter Streich hat mehr als ein halbes Dutzend Mal die Einwohnersprechstunde in städtischen Ausschüssen und Ratssitzungen genutzt, um auf das Problem an der Werver Mark aufmerksam zu machen.

Die SPD-Fraktion macht wohl auch deswegen jetzt Nägel mit Köpfen. Sie setzt das Thema „Nachtfahrverbot für Lkw“ auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Planungs- und Straßenverkehrsausschusses am Donnerstag, 28. November. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Sitzungssaal II des Rathauses.

SPD fordert Nachtfahrverbot für Laster auf zwei Landesstraßen: „Wir gehen das offensiv an“

Daniel Heidler, Fraktionsvorsitzender der SPD, hat das Thema Nachtfahrverbot auf die Tagesordnung des nächsten Planungs- und Straßenverkehrsausschuss setzen lassen. © J.Stipke/archivWest

SPD: Für die Stadt ein sehr wichtiges Thema

„Die SPD-Fraktion Kamen geht ein mögliches Nachtfahrverbot auf den Ortsdurchfahrten Lünener Straße und Werver Mark offensiv an. Daher haben wir dieses für unsere Stadt sehr wichtige Thema mittels eines Antrages auf die Tagesordnung setzen lassen“, meldet jetzt Fraktionsvorsitzender Daniel Heidler.

Der Ausschuss soll dann die Verwaltung beauftragen, für die beiden Ortsdurchfahrten ein Nachtfahrverbot in den Lärmaktionsplan aufzunehmen. „Die Lärmbelastungen durch Lkw-Verkehre nehmen in unserer Stadt weiter zu. Das führt zu einer Reduzierung der Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger.“

Die SPD-Fraktion sehe ein Nachtfahrverbot auf diesen beiden Ortsdurchfahrten als ein mögliches Instrument an, den Lärm spürbar zu senken“, so auch Klaus Kasperidus, Ratsherr aus Heeren-Werve und stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

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Druck auf die Bezirksregierung erhöht

Die SPD-Fraktion verschärfte erst vor einigen Tagen den Druck auf die Bezirksregierung Arnsberg, indem sie für die Werver Mark zusätzliche Luftmessungen forderte.

Sie will belastbare Daten sammeln, um festzustellen, welcher Belastung die dortigen Bürgern ausgesetzt sind. Die Bezirksregierung hat bisher alle Versuche, die Verbesserungen an der Werver Mark erwirken sollen, abgewehrt. Die Lage in Heeren-Werve sei „überschaubar“. Seit 2005 seien keine Überschreitung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) festgestellt worden. Der Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³).

Durch die lockere Bebauung an der Werver Mark, so die Bezirksregierung, sei gewährleistet, dass die Luft gut durchmischt und abtransportiert werde. Die Werver Mark sei nicht stärker belastet als vergleichbare Straßen. Eine Einschätzung, die vor Ort zumindest als fragwürdig eingestuft wird.

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