Über die Sparkasse in Heeren-Werve wird hitzig diskutiert. Der Standortwechsel könnte einen Rückzug aus der Dorfmitte bedeuten. © Stefan Milk
Zentrum in Heeren

Sparkasse: Definitiv noch keine Entscheidung gegen die Dorfmitte

Die Dorfmitte bleibt im Spiel, wenn die Sparkasse ihre Pläne für Heeren in den nächsten zwei Jahren neu entwickelt. Der bevorstehende Umzug hatte für Kritik gesorgt, jetzt gab es ein Gespräch.

Die Rückkehr in die Dorfmitte bleibt für die Sparkasse Unna-Kamen eine Option, wenn die Sanierung des Gebäudes nach 2023 abgeschlossen ist.

Noch ist sie nicht einmal ausgezogen: Der Wechsel soll Ende Juni erfolgen, wenn die Heeren-Werver Filiale von der Märkischen Straße zur Bergstraße zieht. Nachdem es im Ortsteil heftige Kritik an dem Vorhaben gab, weil es kein klares Bekenntnis für eine Rückkehr gab, bat die Sparkasse am Donnerstag zum Gespräch. „Definitiv ist noch keine Entscheidung gegen die Heerener Mitte als Filialstandort getroffen worden“, gab die Sparkasse in Unna der Delegation mit auf den Weg, wie Sprecher Andreas Schlüter am Freitag auf Anfrage mitteilte.

Ein von allen Beteiligten offen geführte Gespräch

Das Gespräch sei von allen Beteiligten offen geführt worden. Die Kritiker, die sich zuvor mitunter an unsere Redaktion gewandt hatten, gaben keine Stellungnahme ab. Das sei nicht als „Maulkorberlass“ zu werten, man habe sich aber auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt, hieß es.

Die Rückkehr in die Heerener Mitte bliebe aber der klare Wunsch der Interessenvertreter, wie nun in der Stellungnahme der Sparkasse zu lesen ist. Der Planungshorizont von voraussichtlich zwölf Monaten sei für die Gesprächsteilnehmer „plausibel und nachvollziehbar“ gewesen.

Ortsvorsteher Friedrich Lipinski wird in die Planung eingebunden

Neben den Gremien der Sparkasse soll nun auch Friedhelm Lipinski als Ortsvorsteher frühzeitig bei der Weiterentwicklung der Standortpläne eingebunden werden. „Dieser wird dann auch die Interessenvertreter entsprechend informieren“, hieß es. Als Bürger aus Heeren hatten Norbert Posny und Günter Kunert teilgenommen, Martin Wiggermann als Stellvertretender Landrat des Kreises Unna, Ortsvorsteher Friedhelm Lipinski und die Sparkassen-Vorstände Klaus Moßmeier und Frank Röhr.

Sparkasse zieht 750 Meter weiter

Die Sparkasse hatte Mitte Januar angekündigt, ihre Filiale Ende Juni von der Märkischen Straße 4 ca. 750 Meter weiter zur Bergstraße 104 zu verlegen, weil der jetzige Standort sanierungsbedürftig sei. Die Geschäftsstelle war 1980 nach dem Umzug von der Elsa-Brandström-Straße 3 eröffnet worden, bevor 1990 eine Modernisierung erfolgte.

Nach dem Gespräch gibt es nun fundamental nichts Neues: Der Wechsel zur Bergstraße könnte noch immer eine Dauerlösung werden – muss es aber nicht.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
Zur Autorenseite
Carsten Janecke
Lesen Sie jetzt