Sozialbetrüger nach Datenabgleich aufgeflogen und verurteilt

dzArbeitslosengeld trotz Job kassiert

Trotz einschlägiger Vorverurteilung versäumte es ein Kamener erneut, die Arbeitsagentur über seine Jobaufnahme zu informieren und kassierte Geld, das ihm nicht mehr zustand.

von Sylvia Mönnig

Kamen

, 04.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Vor dem Amtsgericht Kamen geriet der 29-Jährige am Dienstag in Erklärungsnöte. Im Zeitraum zwischen dem 22. Dezember und dem 31. Januar erhielt der Kamener zu Unrecht über 900 Euro. Über einen Datenabgleich kam heraus, dass er wieder Arbeit hatte. Die Folgen: Eine Rückforderung des Geldes und eine Anzeige wegen Betrugs gegen ihn, der bereits nach einem ähnlichen Delikt per Strafbefehl 900 Euro Geldstrafe zahlen musste.

Im Prozess erklärte er nun, dass er, weil er sich damals auf Montage befunden habe, seinen kleinen Neffen gebeten habe, die Unterlagen einzuwerfen. Auch gab er an, versucht zu haben, das Amt telefonisch zu erreichen – ohne Erfolg. Der Richter konfrontierte ihn damit, dass er das Jobcenter zu der Zeit gleich mehrfach per Telefon erreicht habe, als es um den Antrag auf ein Darlehen gegangen sei. Das konnte der Kamener nicht leugnen. Vielmehr eröffnete er nun, den Neffen auch zum Jobcenter und nicht etwa zur Arbeitsagentur geschickt zu haben. Doch auch dann, so der Richter, hätte die Information an der richtigen Stelle landen müssen.

Zweifel an der Schuld des 29-Jährigen gab es letztlich nicht. Für ihn endete der Fall mit 500 Euro Geldstrafe.

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