Sorge um Kleinkind im Marihuanadunst

dzRückfall nach Drogentherapie

Weil er auf seinem Balkon Marihuana rauchte, saß ein Kamener Vater auf der Anklagebank. Die Frage, ob sein Kleinkind im Drogendunst aufwächst, wird das Gericht noch weiter beschäftigen.

von Jana Peuckert

Kamen

, 02.11.2018, 14:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wächst ein Kleinkind im Marihuanadunst auf? Diese Frage beschäftigt seit Freitag den Strafrichter im Amtsgericht Kamen. Auf der Anklagebank saß ein 30 Jahre alter Mann, Vater eines noch nicht einmal ein Jahr alten Sohnes. In der Kamener Wohnung des Angeklagten stießen Polizeibeamte am 27. April im Rahmen einer Durchsuchung auf Reste von Cannabispflanzen sowie auf 0,1 Gramm konsumfertiges Marihuana und eine Feinwaage.

Nach seiner Drogentherapie sei er rückfällig geworden und habe zweimal auf dem Balkon geraucht, erklärte der Kamener. Grund dafür sei die Geburt seines Kindes gewesen: „Ich habe meine Frau da liegen sehen und dann das ganze Blut.“ Einer Nachbarin war der Marihuanageruch aufgefallen und sie war zur Polizei gegangen.

Laut ihrer Aussage sei auch vor der Geburt regelmäßig verdächtiger Geruch vom Balkon des Angeklagten in ihre Wohnung gelangt. Nach der Geburt sogar täglich. Sollte das so sein, müsste das Jugendamt darauf aufmerksam gemacht werden, bemerkte der Richter. Der 30-Jährige blieb jedoch dabei, lediglich zweimal konsumiert zu haben. Um den Sachverhalt aufzuklären, unterbrach der Vorsitzende am Freitag den Prozess. Ende November wird er fortgesetzt. Dann soll die Anzeigenerstatterin als Zeugin aussagen.

Einen Betrugsvorwurf, wonach der Kamener im November vergangenen Jahres einen Fernseher für 1436 Euro per Lastschrift bezahlt hatte, obwohl er genau wusste, dass sich auf seinem Konto nur 4 Euro befanden, räumte der Angeklagte am Freitag sofort ein. Er habe das Gerät einfach haben wollen. Mittlerweile ist das Objekt der Begierde abbezahlt.

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