Sorge um alte Bäume - doch sie bleiben stehen

dzAn den Tennisplätzen

Die hochgewachsene Baumreihe soll nicht, wie Anwohner vermuten, der Säge zum Opfer fallen. Es handelt sich laut Stadt lediglich um „Aufastungen“.

Kamen

, 10.10.2018, 12:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sorge um die hochgewachsene Baumreihe zwischen den Tennisplätzen des VfL Kamen und dem Freibad Kamen-Mitte. Die Vermutung der Anwohner: Der hohe Riegel aus Grün soll der Motorsäge zum Opfer fallen – womöglich als Vorbereitung der bevorstehenden Neubaupläne für ein kombiniertes Frei- und Hallenbad. Ein sogenanntes Kombibad soll die auf mehrere Standorte verteilten Bäder mittelfristig an einem Ort konzentrieren.

Die Stadtverwaltung allerdings kann auf Anfrage unserer Redaktion die Sorgen der Anwohner entkräften. „Im Kamener Rathaus liegt kein Antrag auf Genehmigung für das Fällen von Bäumen der betreffenden Baum- und Strauchreihe vor“, berichtet Stadtsprecher Hanno Peppmeier. Es handele sich auch nicht um städtisches Gelände, sondern um privates Grün. Der Verwaltung sei lediglich bekannt, dass dort wegen erheblicher Verschattungen und tief hängender Äste Rück- und Pflegeschnitte bzw. Aufastungen an Bäumen durchgeführt wurden. „Die Aufastungen an den Bäumen waren mit der Verwaltung abgestimmt“, sagt er. Die Sorge aufmerksamer Anwohner, die sich über jeden klimaverbessernden Baum im Stadtbild freuen, ist nicht unbegründet. Erst jüngst ließ die Deutsche Bahn entlang des Bahnhofs Methler eine lange Baumreihe fällen, die einen schützenden Riegel an den Straßen „Kottenpfad“ und „Schulzenheide“ bildete (wir berichteten). Nach Beschwerden der Anwohner schaltete sich die Stadtverwaltung ein – mit der Absicht, Gespräche mit der Bahn aufzunehmen, um den Grüngürtel wieder herzustellen. Sträucher und Bäume boten nicht nur etwas Sicht- und Schallschutz, sondern trennten Wohngebiet und Bahnhof auch deutlich voneinander ab.

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