Sondierungsarbeiten auf dem 3M-Gelände in Kamen sind ausgesetzt

dzBombenverdacht

Ob es auf dem Werksgelände des Konzerns 3M eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gibt, ist noch offen. Die Arbeiten wurden am Samstagabend ausgesetzt und sollen am Sonntag fortgeführt werden.

Kamen

, 24.11.2018, 19:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Sondierungsarbeiten wegen einer möglichen Bombe auf dem Gelände des Konzerns 3M in Kamen gestalten sich schwierig. Sie wurden am Samstagabend ausgesetzt. Das erklärte Kamens Stadtsprecher Hanno Peppmeier im Gespräch mit dieser Redaktion. Der Kampfmittelräumdienst werde die Arbeiten am Sonntag ab 8 Uhr fortsetzen.

Sperrungen möglich

Es gibt einen Verdachtsfall, der genauer untersucht wird. In etwa sechs Metern Tiefe könnte eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Sollte sich das bestätigen, müssten die Autobahn 1 sowie die Unnaer Straße möglicherweise mehrere Stunden lang gesperrt werden. Noch aber ist nicht absehbar, ob sich der Verdacht erhärtet.

Rohr in zwei Metern Tiefe

Die Arbeiten am Samstag verliefen nicht ohne Probleme. In etwa zwei Metern Tiefe stießen die Arbeiter auf ein Leerrohr, das nicht mehr genutzt wird. Warum es sich dort im Boden befand, ist laut Peppmeier unklar. Für Verzögerungen aber sorgte es in jedem Fall. „Es musste Stück für Stück zersägt werden“, berichtet Peppmeier.

Hoher Grundwasserspiegel

Ein weiteres Problem ist der hohe Grundwasserspiegel. „Dort müssen auf jeden Fall Pumpen eingesetzt werden“, rechnet der Stadtsprecher auch heute nicht mit einem raschen Vorankommen. „Wir hoffen, dass wir das am Sonntag beenden können.“

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