Solaranlagen und Dachbegrünung in Kamen: Wirtschaftlichkeit soll geprüft werden

dzKlimaschutz

Grüne Dächer und Solarstrom in Kamen sind wünschenswert – sofern auch die Wirtschaftlichkeit gewährleistet ist. Die Stadt setzt auf Prüfungen statt auf eine absolute Verpflichtung.

Kamen

, 16.11.2018, 13:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Solaranlagen, Dach- und Fassadenbegrünungen sollen auch vermehrt in der Sesekestadt zu sehen sein – sofern sie wirtschaftlich vertretbar sind. Der Umwelt- und Klimaschutzausschuss stimmte am Donnerstag einstimmig einem Entschluss zu, der vorsieht, bei städtischen Gebäuden und kommunalen Neubauten die Möglichkeit zur Begrünung und zu Photovoltaikanlagen zu prüfen.

„Wir müssen dabei natürlich immer schauen: Ist es wirtschaftlich, macht es Sinn? Das ist in diesen Zeiten eine wichtige Frage“, sagte der Erste Beigeordnete Dr. Uwe Liedtke bei der Vorstellung des Beschlusses. Bei Dachsanierungs- und Umbaumaßnahmen an städtischen Gebäuden ist fortan zu prüfen, ob Dach- und Fassadenbegrünungen und die Installation einer Solaranlage „technisch umsetzbar und wirtschaftlich vertretbar“ sind, wie es in der Beschlussvorlage heißt. Auch die Bauherren im Kamener Stadtgebiet sollen mit ins Boot geholt werden. Diese soll die Verwaltung „im Sinne einer Empfehlung“ auf entsprechende Möglichkeiten zur Dachbegrünung und Installation einer Solaranlage hinweisen.

Des Weiteren ist geplant, bei künftigen kommunalen Neubauten ebenfalls die entsprechenden Möglichkeiten zu prüfen – auch hier wird die Wirtschaftlichkeit hervorgehoben, die besonders zu berücksichtigen ist. „Photovoltaikanlagen sind immer wirtschaftlich“, kommentierte Marian-Rouven Madeja, sachkundiger Bürger mit Grünen-Parteibuch, im Ausschuss. Der letzte Punkt des Beschlusses sieht vor, dass der Umwelt- und Klimaschutzausschuss regelmäßig über die entsprechenden Projekte unterrichtet wird.

Der Beschluss geht auf einen Antrag der Fraktion Die Linke/GAL zum Thema Dachbegrünung und einer daraus resultierenden Diskussion in der Ausschusssitzung am 20. September zurück. „In erster Linie sollte die absolute Verpflichtung der Stadt Kamen zur Ausstattung mit Dach- und Fassadenbegrünung in Bezug auf im Eigentum der Kommune stehende Bestands- und Neubauten in einen Prüfauftrag umgewandelt werden“, heißt es in der Begründung des Beschlusses. Vereinfacht gesagt geht es also darum, die vorhandene Lage vorher zu sichten, statt generell in der Pflicht zu stehen, Gebäude mit Grün- und Solaranlagen auszustatten. Die „Vorbildfunktion bei der Ausstattung eigener Gebäude mit Dach-, Fassadenbegrünung und/oder Photovoltaik“ wird zudem hervorgehoben.

Erinnert wird zudem an das Solarpotenzial- und das Gründachpotenzialkataster, bei dem mittels einer interaktiven Karte festgestellt werden kann, inwieweit das Dach eines Gebäudes im Stadtgebiet für Begrünung und Photovoltaik geeignet ist. Das Kataster kann online aufgerufen werden unter www.klimaschutz-kamen.de/kataster/.

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