So sieht das neue Feuerwehrhaus in Wasserkurl aus

dzBauprojekt fertig

In diesem Neubau steckt viel Muskelarbeit der freiwilligen Feuerwehrleute: Nils Brandhoff präsentiert das neue Feuerwehrhaus von Wasserkurl. Das passt jetzt auch für Feuerwehrfrauen.

Kamen, Methler

, 23.08.2019, 17:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nils Brandhoff öffnet das Tor zum Feuerwehrhaus am Hohen Feld in Wasserkurl. Es ist dem Löschgruppenführer anzumerken, dass er stolz auf die Leistungen seiner Kameradinnen und Kameraden ist. Denn die ehrenamtlichen Feuerwehrleute haben das Gerätehaus teilweise in Eigenleistung umgebaut. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt Brandhoff und führt die neuen Räume vor.

Jetzt auch für Feuerwehrfrauen passend

Nach Umbau und Erweiterung steht der Löschgruppe nun „ein bedarfsgerechtes Gebäude für Fahrzeug und Mannschaft zur Verfügung“, erklärt Feuerwehr-Sprecher Volker Rost. Mit dem neuen Gebäude habe sich die Nutzfläche in etwa verdoppelt: Den Feuerwehrangehörigen stünden nun geschlechtergetrennte Wasch- und Umkleideräume, ein Bürobereich, ein moderner Schulungsraum und eine neue Fahrzeughalle für das Fahrzeug zur Verfügung.

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Neues Feuerwehrhaus in Wasserkurl fertig

Das neue, erweiterte Feuerwehrhaus in Wasserkurl ist fertig. So sieht es innen in dem Stützpunkt der Löschgruppe Wasserkurl der Freiwilligen Feuerwehr Kamen aus.
23.08.2019
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Löschgruppenführer Nils Brandhoff in der neuen Umkleide der Männer in der alten Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses Wasserkurl. Neu sind geschlechtergetrennte Umkleiden.© Marcel Drawe
Das Gerätehaus in Wasserkurl ist einer von drei Stützpunkten der Freiwilligen Feuerwehr Kamen in Methler. Dazu gehört ein 260 PS starkes Löschfahrzeug mit 1200 Liter großem Wassertank. © Marcel Drawe
Die Feuerwehrleute brachten Eigenleistungen in das Bauprojekt ein – hier der Sitzungs- und Schulungsraum.© Marcel Drawe
Die Löschgruppe Wasserkurl hat jetzt auch eine Küche.© Marcel Drawe
Löschgruppenführer Nils Brandhoff und seinen Kollegen steht ein Büro zur Verfügung.© Marcel Drawe
Die Löschgruppe Wasserkurl besteht aus 22 Feuerwehrleuten – hier die versammelte Mannschaft bei einer Übergabefeier am 21. August.© Feuerwehr

Die Planungen für den Umbau und die Erweiterung des städtischen Gebäudes begannen 2015. Das alte Feuerwehrhaus galt als nicht mehr zeitgemäß, und die Räume platzten aus allen Nähten. Die Stadt Kamen stellte ab 2016 rund 200.000 Euro für die Modernisierung des Hauses bereit.

Obwohl das Projekt vergleichsweise überschaubar war, dauerte es drei Jahre bis zur Fertigstellung. „Der Kampf bestand darin, dass es sich so in die Länge gezogen hat“, sagt Brandhoff. Das sei auch mit der Verfügbarkeit von Handwerkern angesichts der Auftragslage auf dem Bau zu erklären.

Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute brachten Eigenleistungen ein. „Was wir können, wie Dämmen, Fliesen legen, das haben wir selber gemacht“, berichtet Brandhoff. Auch Abbruch- und Pflasterarbeiten wurden selbst erledigt.

Kamener Feuerwehr

Löschgruppe Wasserkurl

Die Löschgruppe Wasserkurl gehört zum Löschzug Methler, einem von drei Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr Kamen. 22 Feuerwehrfrauen und -männer bilden die Einsatzabteilung. Elf Mitglieder hat die Ehrenabteilung. Zehn Mädchen und Jungen gehören zur Jugendfeuerwehr. Der Förderverein, über den die Eigenleistungen beim Feuerwehrhaus-Umbau abgewickelt wurden, hat 435 Mitglieder.

Tag der offenen Tür der Löschgruppe Wasserkurl am 22. September

Jedes Mal, wenn ein Alarm kommt, hat Löschgruppenführer Brandhoff gute Chancen, als Erster in das Wasserkurler Löschfahrzeug vom Typ LF 10/6 einzusteigen. Denn der Oberbrandmeister wohnt direkt neben dem Gerätehaus. So hatte er auch am Mittwoch einen kurzen Weg, als die Feuerwehrleute sich zur sogenannten Übergabe trafen. Die Kamener Feuerwehrspitze um Rainer Balkenhoff und Löschzugführer Frank Dreher präsentierte Bürgermeisterin Elke Kappen und der neuen Brandschutz-Dezernentin und Beigeordneten Hanna Schulze vor versammelter Mannschaft das Ergebnis des Umbaus.

Demnächst wird die Löschgruppe das Feuerwehrhaus auch der Öffentlichkeit präsentieren. Am Sonntag, 22. September, ab 11 Uhr können Interessierte den Stützpunkt beim Tag der offenen Tür besichtigen.

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