So schneiden die Parteien in den Kamener Stadtteilen ab

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Kamen bleibt rot – das zeigt die Karte der gewonnen Wahlbezirke. Die SPD holt trotz starker Verluste erneut alle 20 Wahlkreise im Stadtgebiet. Wie schneidet welche Partei wo ab? Hier der Überblick.

Kamen

, 13.09.2020, 22:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kommunalwahl ist gelaufen, jetzt geht es an die Analyse. Wer holt das Top-Ergebnis und wer schaltet die Schlussleuchte ein? Hier ist der Überblick für das Kamener Stadtgebiet.

Wo schneiden die Parteien am besten ab?

  • Die SPD kann im Wahlkreis 12 in Kamen-Mitte ihr bestes Ergebnis verbuchen – dort wo Vize-Bürgermeister Manfred „Manni“ Wiedemann (SPD) mit 54,5 Prozent das Direktmandat holt und mit seinem Ergebnis noch von der absoluten Mehrheit reden kann (Stand: 21.34 Uhr).
  • Die CDU ist im Wahlbezirk 17 in Methler am erfolgreichsten, wo Dietmar Wünnemann auf 29,2 Prozent kommt. Das Direktmandat geht an Oliver Bartosch (SPD) mit 42,4 Prozent.
  • Für die Grünen kann Sylke Heiber mit 23,9 Prozent im Wahlkreis 5 in Südkamen das stadtweite Top-Ergebnis verbuchen. Das ist auch das Revier, in dem die FDP durch Malte Köttgen mit 6,7 Prozent ihren Bestwert holt. Das Direktmandat geht hier mit 38,7 Prozent an Alexandra Bartosch (SPD).
  • Die Linke schneidet nirgendwo besser ab als im Wahlkreis 11 in Kamen-Mitte, wo Reinhard Fehling 8,2 Prozent erzielt. Peter Holtmann (SPD) sichert sich dort mit 37,4 Prozent den Wahlkreis.
  • Die Freien Wähler erreichen durch ihren Vorsitzenden Helmut Stalz im Wahlkreis 15 ihren einzigen zweistelligen Wert im Stadtgebiet: 11,1 Prozent – das Direktmandat bekommt Theo Wältermann (SPD) mit 35,2 Prozent.
  • Im selben Wahlkreis gewinnt die AfD mit Miroslav Rosinki aus dem Stand 9,1 Prozent.

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Wo holten die Parteien die schlechtesten Ergebnisse?

  • Wo die Freien Wähler und die AfD am stärksten sind, da ist die SPD schwach. Im Wahlkreis 15 in Kamen-Mitte können die Sozialdemokraten nur auf 35,15 Prozent halten.
  • Die CDU mit ihrem Kandidaten Walter Christoph kann Vize-Bürgermeister Manfred Wiedemann (SPD) im Wahlkreis 12 in Kamen-Mitte nicht das Wasser reichen – nur 15,7 Prozent.
  • Die Grünen haben es im Wahlkreis 2 in Heeren-Werve besonders schwer: 13,6 Prozent. Dort gewinnt Carina Feige (SPD) mit 42,5 Prozent das Direktmandat. Kein gutes Terrain ist der Wahlkreis 17 in Methler für die Linke – gerade einmal 2,12 Prozent kreuzen Werner Hübel an.
  • Die Freien Wähler können den Wahlkreis 4 in Heeren-Werve abschreiben, der nur 1,76 Prozent bringt. Dort verteidigt Klaus Kasperidus (SPD) sein Direktmandat mit 39,21 Prozent.
  • Für die FDP ist der Wahlkreis 2 in Heeren-Werve kein gutes Pflaster, weil nur 2,1 Prozent herausspringen für ihren Kandidaten Günter Rothmann.
  • Die AfD landet mit Falco Friebe im Wahlkreis 17 in Methler bei 4,3 Prozent.

In welchen Stadtteilen lief es am besten?

  • Für die SPD ist in Methler am meisten zu holen – ihr Ergebnis im Westen liegt bei 42,6 Prozent.
  • Ebenfalls in Methler holt die CDU mit 26,5 Prozent ihr bestes Stadtteil-Ergebnis. Die Grünen sind mit 22,4 Prozent in Südkamen am erfolgreichsten.
  • Kamen-Mitte ist für die Linke mit 5,6 Prozent der Stadtteil mit dem höchsten Stimmenanteil. Das gilt auch für die Freien Wähler mit 5,6 Prozent in Kamen-Mitte. Die FDP ist mit 6,1 Prozent in Südkamen am stärksten.
  • Die AfD trat nur in drei von vier Stadtteilen und auch nur in acht von 20 Wahlkreisen an – sie erreicht in Kamen-Mitte mit 3,5 Prozent ihren besten Stadtteil-Wert.
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