So kam das Boule-Spielen aus Neuseeland nach Kamen

dz20 Jahre Pétanque-Club

Kamen hat sich zu einer Hochburg des Boule-Spielens entwickelt. Nun wird in der wohl größten Spielstätte im Umkreis, im Boulodrome, groß gefeiert. Das hat auch mit Neuseeland zu tun.

Kamen

, 09.07.2019, 15:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Kamen machte das spezielle Boule-Spiel mit der korrekten Bezeichnung Pétanque einen Umweg über Neuseeland. Als Manfred Rutke im April 1999 dort seinen alten Freund Jörg Schulze besuchte, infizierte dieser den Methleraner gleich mit dem Pétanque-Fieber. Denn Jörg Schulze war der Präsident des Neuseeländischen Pétanque-Verbandes.

Zurück in Kamen trommelte Rutke sofort Kegel-, Skat- und Tennisfreunde, sowie weitere Bekannte zusammen. So gründete sich am 17. Oktober 1999 mit 12 Mitgliedern der 1. Pétanque Club 99 Kamen-Methler mit einem Spielfeld und Clubhaus in Rutkes Garten. 20 Jahre nach der Gründung wird der Verein seine Erfolgsgeschichte am Samstag, 13. Juli, ab 11 Uhr mit einem großen Fest im „Boulodrome“ auf der Lüner Höhe feiern – unter anderem mit zahlreichen Mitmachaktionen und Live-Musik.

20-Jahr-Feier

Großes Fest im Boulodrome

Der 1. Pétanque-Club Kamen feiert sein 20-Jähriges Bestehen am Samstag, 13. Juli, von 11 bis 17 Uhr mit einem Fest für Jung und Alt im Boulodrome Kamen an der Ludwig-Schröder-Straße 16. Die Jubiläumsfeier mit zahlreichen Mitmachaktionen wird um 11 Uhr eröffnet. Die Band „Charing Cross“ sorgt für Live-Musik. Für Kinder gibt es unter anderem eine Hüpfburg. Die Jugendfeuerwehr Kamen stellt sich vor. Besucher können das Boule- bzw. Pétanque-Spiel ausprobieren.

Boule-Spielen im Garten des Gründers wurde zu eng

Vor 20 Jahren war an eine große Boule-Anlage mit mehreren Spielfeldern wie heute auf der Lüner Höhe noch nicht zu denken. Mit wachsender Mitgliederzahl wurde es in Rutkes Garten schnell eng. Es konnten ja immer nur sechs Leute spielen, die anderen mussten zugucken, erzählt der Vereinsvorsitzende. Also wechselte man im Jahr 2002 nach Kamen-Mitte, wo sich die inzwischen 22 Mitglieder im Postpark dann schon auf vier Bahnen ausbreiten konnten.

Einen großen Schritt nach vorne machte der Verein, als ihm mit seinen inzwischen 32 Mitgliedern von der Stadt Kamen im Jahr 2004 ein Gelände am Schulzentrum an der Gutenbergstraße zur Verfügung gestellt wurde. Hier baute man sieben Bahnen, einen Unterstand, Grillplatz und Flutlicht war vorhanden. Außerdem konnte der angrenzende Sportplatz bei größeren Turnieren mit genutzt werden. Im Jahr 2010 entschieden die Mitglieder, dass der Verein nun 1. Pétanque-Club 99, Kamen heißt, da abzusehen war, dass der Club seine dauerhafte Bleibe in Kamen-Mitte hat.

So kam das Boule-Spielen aus Neuseeland nach Kamen

Spielszene aus dem Boulodrome an der Lüner Höhe. © Stefan Milk

37 Spielbahnen stehen zum Boule-Spielen zur Verfügung

Im Jahre 2014 wurde das Gelände dann allerdings für den Bau einer großen Sportanlage benötigt und so ist der Club mit seinen inzwischen 64 Mitgliedern zwischen 12 und 88 Jahren nach einem einjährigen Gastspiel auf dem Festplatz an der Südschule in Südkamen seit 2015 im „Boulodrome – Lüner Höhe“ zu Hause, ein ehemaliger Sportplatz, den ihm die Stadt Kamen zur Hälfte zur Verfügung gestellt hat. Aktuell sind drei Mannschaften im Ligabetrieb und der Verein ist mit seinen inzwischen 37 Spielbahnen gerngesehener Ausrichter großer Turniere auf Landesebene.

Der Kiwi-Cup erinnert an die Anfänge

Im Boulodrome herrscht Hochbetrieb: Der Verein richtet im Laufe eines Jahres drei Clubmeisterschaften (Triplette, Doublette und Tête-à-tête), eine Stadtmeisterschaft, ein internes Pokalturnier, ein internes Jahresabschlussturnier sowie drei öffentliche Turniere (Kiwi-Cup, Roberto Memoria Cup, Alfredo-Pokalturnier) und ein Skatturnier aus. Hinzu kommen Ligaspieltage und Landesmeisterschaften bzw. Qualifikationsturniere zu Landesmeisterschaften.

Der Kiwi-Cup erinnert an die neuseeländischen Wurzeln des Vereins. Er ist benannt nach dem Wappentier Neuseelands. Jörg Schulze vom Neuseeländischen Verband hatten den Kiwi-Cup dem Verein im Jahr 2002 gestiftet.

Trainingstage im Boulodrome auf der Lüner Höhe sind sonntags (ab 13 Uhr) und dienstags und freitags (jeweils ab 15 Uhr). Berufstätige können auch donnerstags ab 17 Uhr trainieren. Gäste sind willkommen.
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