So ist der Erhalt der Heerener Kleinschwimmhalle vielleicht zu finanzieren

dzLandesmittel in Aussicht

Erstmals kommt ein konkreter Vorschlag auf den Tisch, wie die Sanierung der Heerener Kleinschwimmhalle zu stemmen sein könnte. Der Stadtrat soll mit einem Beschluss den Weg zu Landesmitteln bahnen.

Kamen

, 28.08.2019, 16:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem zehnprozentigen Anteil von 420.000 Euro wäre die Stadt Kamen bei einer Sanierung der Kleinschwimmhalle in Heeren dabei. Das geht aus einer Rechnung der Kamener CDU hervor, die für das Projekt mit möglichen Städtebau-Fördermitteln kalkuliert. Insgesamt geht die CDU auf Basis eines Gutachten des Badbetreibers GSW von Gesamtkosten in Höhe von 4,2 Millionen Euro aus.

Die Rettung der von der Schließung bedrohten Schwimmhalle wird von einer Bürgerinitiative und Heerener Sportvereinen gefordert. Die im Stadtrat vorherrschende SPD-Fraktion hat vor der Sommerpause einen internen Beschluss befasst, der lautet, „Optionen“ für die Kleinschwimmhalle zu prüfen. Welche das sind, ließen die Sozialdemokraten offen.

Rat soll Erhalt des Heerener Bads beschließen

Die CDU kommt nun mit einer erneuten Initiative zum Erhalt des Stadtteilbeckens zurück aus der Sommerpause. Der Stadtrat soll am 26. September einen Beschluss fassen, der vier Punkte umfasst: Die ersten beiden sind der Erhalt sowie Sanierung oder Neubau. Drittens soll die Bürgermeisterin die besagten 420.000 Euro in den Haushalt 2020 stellen. Viertens soll die Bürgermeisterin bis Ende September Fördermittel aus dem Landesprogramm „Soziale Integration im Quartier“ beantragen. Durch einen Ratsbeschluss sei für den Fördergeber erkennbar, dass eine Umsetzung vorangetrieben werden soll, begründet die CDU ihren Beschlussvorschlag.

Das an der Astrid-Lindgren-Schule gelegene Lehrschwimmbecken ist sanierungsbedürftig. Die Kosten wurden von der Gutachterfirma Constrata im GSW-Auftrag zuletzt auf mindestens 3,9 Millionen Euro beziffert. Forderungen nach dem Erhalt der Kleinschwimmhalle sind eine Reaktion auf das Vorhaben, die Kosten bei den Bädern im GSW-Revier durch zwei Bäder-Neubauten jeweils in Kamen und Bergkamen zu drücken. Die Kamener CDU favorisiert ein gemeinsames Zentralbad Kamen/Bergkamen plus Erhalt der Kleinschwimmhalle Heeren. Die SPD-Fraktionen in Kamen und Bergkamen erteilten Zentralbad-Plänen frühzeitig eine Absage zugunsten kommunal eigenständiger Lösungen.

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Zwei Bäder-Entscheidungen erwartet

Der erste Entwurf für das Kombibad des Architekturbüros Geising & Böker liegt seit gut einem Dreivierteljahr vor, jetzt fehlt nur noch eine Abstimmung im Rat darüber. Diese war vor den Ferien nicht mehr zustandegekommen und wird nun frühestens für den 26. September erwartet. Die Kombibad-Pläne wurden im Mai bei einer Einwohnerversammlung vorgestellt. Noch völlig unklar ist, wie der bis zu 28 Euro Millionen Euro teure Kombibad-Neubau im Haushalt dargestellt werden soll und ob auch dafür eine Förderung infrage kommt. Die CDU hatte im Sinne ihres Bäderkonzepts wiederholt eine Festlegung auf den Erhalt der Heerener Bads gefordert. Ihre aktuelle Initiative führt nun möglicherweise dazu, dass der Stadtrat in der nächsten Sitzung gleich zwei Bäder-Entscheidungen trifft – zum Kombibad und zur Kleinschwimmhalle.

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