Sesekepark wird drei Tage zum Leuchten gebracht

dzNeue Attraktion

Das Geheimnis um eine neue Veranstaltungsattraktion in Kamen ist gelüftet: Das „Stadtleuchten“ schlägt am ersten Oktober-Wochenende eine Brücke zwischen Lichtkunst, Kultur, Musik und Gastronomie.

Kamen

, 11.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Sesekepark und weitere Orte in der Innenstadt werden drei Tage lang zum Leuchten gebracht. Dieselben Spezialisten, die schon den Förderturm Monopol in bunte Farben tauchten, richten die Scheinwerfer nun auf das Seseke-Ufer, den Marktbrunnen und die Platane am Willy-Brandt-Platz. Verschiedene Lichtinstallationen werden vom 2. bis 4. Oktober jeweils nach Einbruch der Dunkelheit angeschaltet.

„Stadtleuchten“ nennt Stadtmarketing-Chefin Ingelore Peppmeier das neue Format, das eine „Brücke zwischen Lichtkunst, Kultur, Musik und Gastronomie“ schlagen soll. Am Anfang stand die Idee, einen coronakompatiblen Ersatz für coronabedingt ausgefallenen Veranstaltungen in der Innenstadt zu finden. In Gesprächen mit dem Lippeverband, der in seinem Revier schon über einige Erfahrungen mit Kunstinstallationen und der Illumination von Landmarken verfügt, wurden Möglichkeiten für den Sesekepark ausgelotet. Wo Lichtinstallationen sind, wird Strom benötigt – und so waren die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) als Veranstaltungspartner im Boot. Weitere Gespräche führte das Rathaus mit Gastronomen, der Musikinitiative „Laut & Lästig“ und der Kamener Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden (KIG). Nun ist das Veranstaltungspaket geschnürt.

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Besucher sind an den drei Veranstaltungstagen eingeladen, einen Rundgang entlang der Stationen des „Stadtleuchtens“ zu unternehmen. Angekündigt sind unterschiedliche „Lichtinstallationen“ und „Lichtkunstobjekte“ nach Einbruch der Dunkelheit ab ca. 19 Uhr. Musiker, Schauspieler und Comedians werden sich unter die Besucher mischen. Außerdem sollen „leuchtende Wasserwesen“ den Weg vom Sesekepark in Richtung Marktplatz weisen. Unterwegs kehren die Akteure in verschiedenen Lokalen in der Stadt ein, um dort unterhaltsame Kurzauftritten hinzulegen.

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Die von der Corona-Pandemie besonders gebeutelten Gastronomen können darauf hoffen, dass das „Stadtleuchten“ ihnen zusätzliche Gäste zuführt. Da es weder Essens- und Getränkeangebote entlang der Strecke gibt, bietet sich ein Lokalbesuch an. Wer im Veranstaltungszeitraum von 19 bis 22 Uhr einen Tisch in den beteiligten Restaurants reserviert, erlebt „garantiert drei Acts“, verspricht Stadtmarketing-Chefin Peppmeier.

Das „Stadtleuchten“ fällt auf das Wochenende, an dem es den ersten von zwei außerplanmäßigen verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr geben soll. An dem Sonntag, 4. Oktober, soll es neben der Ladenöffnung zusätzliche Angebote für Familien im Veranstaltungspavillon am Willy-Brandt-Platz geben, zudem eine Tanzperformance des Musical-Vereins „Musicollective“ und Auftritte des Kleinkünstlers Pompitz.

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Das Land NRW hat per Erlass die rechtlichen Hürden für verkaufsoffene Sonntage gesenkt, um den von der Lockdown-Zeit gebeutelten Einzelhändlern einen möglichen Umsatzbringer zu erlauben. Die Sonntagsöffnungen wegen Corona sorgen in einigen Städten allerdings für Streit zwischen Händlern und Arbeitnehmervertretern. Das Oberverwaltungsgericht Münster kippte in Eilverfahren bereits die Pläne zahlreicher Kommunen mit dem Argument, dass die Sonntagsruhe zu schützen ist. Kamen ist bislang nicht mit Klagen konfrontiert. Gespräche mit dem Einzelhandelsverband und der Gewerkschaft Verdi zielen darauf ab, ein mögliches Konfliktpotenzial auszuräumen. Die Stadtmarketingchefin arbeitet darauf hin, dass der neue Stadtrat nach einem positiven Ausgang der Gespräche einen Zulassungsantrag der KIG in der Woche vom 21. September per Dringlichkeitsentscheidung erteilen kann.

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