Auch die Sesekebrücke ist ein Opfer des hohen Verkehrsaufkommens geworden

dzBrückensanierung

Zu Beginn der Woche haben an der B233-Brücke (Hochstraße) die Sanierungsarbeiten begonnen. Die Untersuchung zeigt: Unter dem hohen Verkehrsaufkommen hat auch die Brücke über die Seseke gelitten.

Kamen

, 19.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wenn ein Brückenbauwerk über die Jahre besonders hohen Belastungen ausgesetzt ist, etwa in einer Stärke, wie es zum Zeitpunkt der Errichtung nicht abzusehen gewesen ist, ruft das die Experten von Straßen-NRW auf den Plan. Einer von ihnen ist Lars Batzer. Der Bauingenieur befasst sich gerade mit der Sanierung der Hochstraßenbrücke zwischen Gerberweg und Schäferstraße. Dort werden bis zum Jahresende neue Stahlseile gespannt, die die Brücke verstärken und sicher für die Zukunft machen sollen.

Zu viel Verkehr für eine Bundesstraße

Dass diese Maßnahme notwendig ist, hatte eine Untersuchung der Brückenbauwerke vor einigen Jahren ergeben. Gemäß einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 zeigte sich, dass die Frequentierung der B233 an der Stelle mit mehr als 30.000 Fahrzeugen täglich enorm ist.

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Gleichsam geriet noch eine weitere Brücke in den Fokus der Untersuchung, die Sesekebrücke. Für diese beiden Bauwerke sind dann sogenannte „Nachberechnungen“ angefertigt worden. Dabei beziehen die Experten mehrere Faktoren mit ein, die Aufschluss über den Erhaltungszustand des Brückbauwerks geben können.

Das Alter einer Brücke, ihre Bauart und auch die Belastung beeinflussen ihre Lebensdauer.

Das Alter einer Brücke, ihre Bauart und auch die Belastung beeinflussen ihre Lebensdauer. © Stefan Milk

Dazu gehört zum Einen das Alter der Brücke und auch die Bauart, zum Anderen – und dieser Faktor ist an der B233 eben der Entscheidende – die Belastung durch strömende Verkehre. Da dieser Faktor sich nun weit höher darstellt, als zum Baudatum der Brücke absehbar gewesen ist, reduziert sich die Lebensdauer eines solchen Bauwerks entscheidend.

Für die Hochstraße sind die Erhaltungsarbeiten angelaufen, für die Sesekebrücke stehen sie vermutlich ab 2022 an. Dann werden unterhalb der Brücke Betonplatten ausgetauscht. „Diese Betonsanierungen zur rechten Zeit, können die Lebensdauer eines solchen Bauwerks wieder entscheidend erhöhen“, erklärt Bauingenieur Batzer.

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Wenn jedoch nicht rechtzeitig eingegriffen wird und durch Sanierungsmaßnahmen die Haltbarkeit der Brücken erhöht wird, sind die Bauwerke irgendwann durch die hohe Belastung so beschädigt, dass nur noch ein Abriss und Neubau bleibt, was ein Vielfaches der Kosten und Verkehrsbehinderung bedeuten würde.

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