Der Seseke-Radweg in Kamen wird erneuert – die Frage ist nur wann

dzFahrradfahren in Kamen

Die Stadt Kamen erneuert sukzessive wassergebundene Radwege. Auf Asphaltwegen fährt es sich besser und sicherer. Der Sesekeweg gehört nicht der Stadt. Die Zeichen für eine Erneuerung stehen aber gut.

Kamen

, 13.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Kamen will bekanntlich nach und nach ihre Radwege erneuern. Dafür liegt bereits eine Prioritätenliste vor. Förderanträge werden diskutiert und eingereicht. Es kann sogar sein, dass schon in diesem Jahr mit der umfassenden Maßnahme begonnen wird.

Doch zuständig ist die Stadt freilich nur für eigene Wege – und nicht für jene des Landes oder des Kreises – oder des Lippeverbandes. Unter die Obhut von Letzterem fällt mit dem Seseke-Radweg eine der prominentesten Fahrradpisten in Kamen.

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Und freilich stellen sich nicht nur Kamener die Frage, ob auch dieser Weg erneuert wird. Er führt schließlich von Bönen bis Lünen und lockt viele Fuß- und Radtouristen an. Angelegt hat ihn der Lippeverband und er ist es auch, der ihn unterhält und ihn möglicherweise erneuern wird.

Lippeverband will Sesekeweg erneuern, ein Datum gibt es noch nicht

Das „möglicherweise“ kann man schon einmal vorsichtig streichen, wie eine Nachfrage bei Anne-Kathrin Lappe, Sprecherin des Verbandes, ergab: „Sollten keine Restriktionen (Naturschutz etc.) dagegensprechen, findet auch im Rahmen von Re-Investitionsmaßnahmen ein Austausch der wassergebundenen Oberflächen durch Asphaltdecken statt“, so Lappe. Ein Datum für die Umsetzung für den Sesekeweg habe man derzeit aber noch nicht festgelegt.

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Die Wahrscheinlichkeit, dass es Bereiche des Seseke-Radweges gibt, die aus Gründen wie dem Naturschutz, nicht asphaltiert werden dürfen, muss zwar noch geprüft werden, ist laut Lappe aber recht unwahrscheinlich. „In den meisten Fällen spricht eher nichts dagegen. Wir könnten meist da, wo schon ein Weg ist, asphaltieren.“

Anders sehe das bei Betriebswegen aus, die vorher geschlossen waren. „Dann kann das ein Thema werden. Aber der Seseke-Weg existiert ja schon in seiner Form“, so Lappe. Und dann sagt sie einen Satz, der auf eine baldige Umsetzung hoffen lässt: „Wir befinden uns aktiv in der Planung. Das wird in den nächsten Jahren Fahrt aufnehmen.“ Gemeint sind damit freilich alle Wege, doch der Sesekeweg ist eben einer davon, ein wichtiger.

Lippebverband & Emschergenossenschaft


Neue und bessere Radwege in der Region

  • Emschergenossenschaft und Lippeverband unterhalten derzeit rund 200 Kilometer Rad- und Fußwege in der Region.
  • In vielen Bereichen werden künftig Betriebswege zugänglich gemacht, so dass sie von Spaziergängern wie Radfahrern genutzt werden können.
  • Zukünftig will man mit neuen Radwegen die Natur an Emscher und Lippe erlebbar machen.
  • Wo möglich, wird der Lippeverband neue Wege mit einer Asphaltdecke planen und bauen bzw. alte Wege mit Asphaltdecken ausstatten, wenn nichts dagegen spricht. Darunter fällt auch der Seseke-Radweg, der von Bönen nach Lünen auch durch Kamen führt.

Allzu lange müssen Seseke-Radler also vielleicht nicht auf ihre Asphaltschicht warten. Die wäre für den Lippeverband leichter zu unterhalten als der jetzige Radweg. Radfahrer haben indes den Vorteil, dass sie die Schotterschicht los wären, die im Sommer ordentlich Staub aufwirbelt und im Winter matschig ist. Außerdem wäre der Weg leichter mit Kinderwagen oder Rollator zu befahren.

Doch das ist Zukunftsmusik. Noch.

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