Schwestern mit Boot unterwegs – damit die Hilfe auch entfernte Inseln erreicht

dzHilfe für Sibolga

Unterstützung für Schwester Ingeborg und ihren Einsatz in Indonesien. Die Pfarrgemeinde „Heilige Familie“ setzt ihre Hilfsaktion am sogenannten Sibolga-Wochenende fort.

Kamen

, 15.11.2018, 16:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tiefe und teilweise berührende Einblicke in die Hilfsarbeit auf einer Insel im Bistum Sibolga, einer Küstenstadt auf der indonesischen Insel Sumatra: Das ermöglicht das Sibolga-Wochenende am Wochenende, 24./25. November, in der Katholischen Gemeinde „Heilige Familie“. „In den Gottesdiensten wird für die Anliegen des Missionsprojektes gesammelt, das die Pfarrgemeinde seit 1982 betreut“, kündigt Marianne Telgmann an.

Die Krankenschwester Ingeborg Meroth, einzige deutsche Missionsschwester, lebt auf der Insel Tello. Dort arbeitet sie zusammen mit der einheimischen Schwester Yulita in der Klinik. Ab sofort werden diese beiden Schwestern 33 kleine Inseln, die vor Sumatra liegen, medizinisch betreuen.

„Es werden vorrangig Stationen besucht, bei denen keinerlei ärztliche Versorgung vorhanden ist, das heißt, es gibt weder eine Krankenschwester noch einen Arzt“, berichtet Telgmann. Diese Inseln im Missionsgebiet Sibolga wurden bislang von den Johannitern versorgt.

Schwester Ingeborg bittet um Spenden zur Unterhaltung der zwei Boote, mit denen die entlegenen Inseln angefahren werden. „Die Fahrtdauer zu den Inseln beträgt bis zu zwei Stunden“, weiß Telgmann. Auch benötige die Schwester Geld für Medikamente. Das jüngste Projekt der Pfarrgemeinde war die Finanzierung des Studiums für drei Mädchen. Bella, so berichtet Telgmann, habe die Ausbildung und Praktika als Hebamme erfolgreich abgeschlossen und könne nun selbstständig in diesem Beruf tätig sein. Fitriani habe ebenfalls die Ausbildung – zur Katechetin – abgeschlossen. Veronika sei noch im Studium als Volksschullehrerin. Für die Ausbildung dieser drei Mädchen hat die Pfarrgemeinde 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. In den vergangenen Jahren verhalf die Kath. Gemeinde immer wieder jungen Leute in einen Beruf. Außerdem wurde immer wieder Hilfe für Notfälle geleistet. Zudem, so betont Telgmann, unterstützten einige Privatpersonen aus der Pfarrgemeinde Projekte, indem sie einzelne Familien im Missionsgebiet finanziell unter die Arme greifen.

Schwester Ingeborg hatte in den vergangenen Jahren auf Tello ein Gesundheits- und Bildungszentrum aufgebaut. Inzwischen gibt es eine Poliklinik, eine Nähschule, zwei Wohnheime für 84 Schüler und eine weiterführende Schule. Auf Tello leben die Leute hauptsächlich vom Fischfang und dem Verkauf von Kopra, dem getrockneten Kokosnussfleisch zur Gewinnung von Öl.

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