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Schwarze Tonnen blieben wegen Fahrzeug-Übergabe stehen

dzNeue Müllabfuhr

Im Zuge des Kamener Müllabfuhr-Anbieterwechsels blieben einige Restmülltonnen zum Ärger von Bürgern zunächst ungeleert stehen. Jetzt wird bekannt: Dahinter stand eine Absprache.

Kamen

, 10.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Die zunächst ausgebliebene Leerung von Restmülltonnen in einigen wenigen Straßenzügen war keine Panne beim bisherigen Anbieter Welge, sondern beruhte auf einer Absprache zwischen Welge und dem neuen Anbieter „GWA Kommunal“. Das erfuhr der Hellweger Anzeiger bei den beiden Unternehmen.

Die neue Müllabfuhr „GWA Kommunal“ hatte nach dem Anbieterwechsel eine positive Startbilanz „ohne nennenswerte Vorkommnisse“ gezogen, jedoch hinzugefügt, dass der bisherige Auftragnehmer die Abfuhr an Silvester „nicht ganz abgeschlossen“ habe, sodass die „GWA Kommunal“ „einige Straßenzüge“ nach Neujahr nachfahren musste. Diese Erklärung klingt so, als habe Welge seinen Job nicht mehr vollständig erledigt.

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Die Nichtleerung der schwarzen Tonnen sorgte für Unmut bei Bürgern. Welge rückt den möglichen Eindruck, man habe sich vorzeitig aus dem Staub gemacht, nun auf Anfrage gerade: Man habe mit der „GWA Kommunal“ für 31. Dezember, 14 Uhr, die Übergabe von zwei Fahrzeugen vereinbart, erklärt Firmensprecherin Petra Hartmann. Denn die GWA hat zwei Müllwagen aus dem Welge-Fuhrpark übernommen. Die Übergabe sollte schon Silvester erfolgen, um sicherzustellen, dass die Wagen rechtzeitig vor dem ersten Einsatztag im neuen Jahr umgemeldet und eingerichtet sind.

Unvollständige Darstellung

Zum Zeitpunkt der Übergabe hatte Welge die Tour noch nicht zu Ende gefahren. Es sei dann vereinbart worden, dass die „GWA Kommunal“ „die Leerung der wenigen liegen gebliebenen Tonnen“ nachholen könne. Das sei auch sinnvoll gewesen, denn hätte Welge die Tour noch Silvester zu Ende gefahren, hätte das betroffene Fahrzeug am ersten Einsatztag im neuen Jahr erst „viel später“ zur Verfügung gestanden. „Das war im Interesse der Bürger“, sagt Welge-Sprecherin Hartmann. Die Bürger erfuhren davon aber nichts. Der Geschäftsführer der „GWA Kommunal“, Benedikt Stapper, bestätigt diese Darstellung – und räumt damit auch ein, dass die bisherigen Aussagen über die Welge-Tour am Silvestertag unvollständig waren.

Wenige Straßen betroffen

Sowohl Welge als auch „GWA Kommunal“ bleiben dabei, dass der Anbieterwechsel bei den schwarzen, blauen und grünen Tonnen insgesamt gut geklappt hat. Es sollen nur wenige Straßen gewesen sein, in denen die Restmülltonnen an Silvester zunächst ungeleert blieben. „Ein bisschen Restmüll ist stehen geblieben“, sagt Welge-Sprecherin Hartmann. Eine „Handvoll Straßen“ sei betroffen gewesen. Stapper sagt, es habe an Neujahr „nicht lange gedauert“, um nachzufahren. Anwohner der betroffenen Straßen mögen die positive Bilanz indessen nicht teilen.

Nicht verantwortlich sind die beiden Firmen für einen Fahrzeugausfall beim Entsorger Remondis, der dazu führte, dass am vorigen Samstag, 5. Januar, einige gelbe Tonnen in Methler nicht geleert wurden. Dies holte Remondis am Montag nach.

„GWA Kommunal“-Chef Stapper ging auch auf vereinzelte Kritik von Bürgern an den neuen Altpapier-Depotcontainern ein, die an 48 Standorten im Stadtgebiet aufgestellt worden waren. Dass manche Deckel sich über die nur einen Schlitz breite Standardöffnung hinaus ganz öffnen lassen, liege an defekten Schweißnähten. „Diese werden nachgeschweißt“, sagte er.

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