Das Parkhaus am Severinshaus wird seinen offenen Charakter verlieren. Mit Stabmattenzäunen und Rolltoren wird es gegen ungebetene Gäste gesichert. © Stefan Milk
Severinshaus

Schutz vor ungebetenen Gästen: UKBS riegelt Parkhaus am Ärztehaus ab

Gitter und Tore für das Parkhaus an der Nordenmauer: Die luftige Parkpalette wird vor ungebetenen Gästen geschützt. Der Umbau beginnt am kommenden Mittwoch und hat Konsequenzen für die Nutzer.

Mit dem Skateboard unerlaubt die Rampe hinunter oder beim plötzlichen Regenschauer Schutz suchen. Das wird künftig im Parkhaus an der Nordenmauer nicht mehr möglich sein. Die UKBS sichert die im Jahr 2011 eröffnete Parkpalette gegen unbefugtes Betreten mit Stabmattenelementen, Rolltoren und Türen. Beginn des Umbaus, der auch eine Teilsanierung einschließt ist, ist am Mittwoch, 9. Juni. Bis Samstag, 11. Juni, ist das Bauwerk komplett geschlossen, danach steht es die kommenden drei Wochen nur eingeschränkt zur Verfügung, wie UKBS-Sprecher Michael Heimsath ankündigt. Am Samstag, 6. Juli, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Das Parkhaus am Severinshaus kurz vor der Eröffnung im Juli 2011. Es waren die ersten Stellplätze, für die in Kamen Parkgebühren gezahlt werden mussten.
Das Parkhaus am Severinshaus kurz vor der Eröffnung im Juli 2011. Es waren die ersten Stellplätze, für die in Kamen Parkgebühren gezahlt werden mussten. © Stefan Milk © Stefan Milk

Beleuchtung wird auf LED umgerüstet

Die Sanierung umfasst zudem die Erneuerung der Beleuchtungsanlage, die auf energiesparende LED-Technik umgerüstet wird. Heimsath: „Dadurch wird das Parkhaus heller ausgeleuchtet, zudem werden die Energiekosten gesenkt.“

Eröffnet wurde das Parkhaus, das 82 Stellplätze hat und vor allem von Patienten und Mitarbeitern des Severinshauses genutzt wird, am 1. August 2011; mit den ersten Parkgebühren der Stadt – damals 50 Cent pro Stunde. Zurzeit liegen sie bei einem Euro.

Auch woanders Parkgebühren eingeführt

In der Folge zogen das City-Parkhaus an der Kämerstraße (197 Parkplätze), das Kamen-Quadrat an der Kampstraße (164) und das Hellmig-Krankenhaus an der Nordstraße (104) mit der Gebührenpflicht für ihre Stellplätze nach. Gebührenfrei ist die Tiefgarage unter dem Willy-Brandt-Platz (123 Stellplätze, davon mehrere in Privateigentum) und das Parkhaus am Bahnhof (423 Stellplätze), ebenso das Parkdeck am Koepeplatz mit einigen Dutzend Stellplätzen. Auch auf den öffentlichen Parkplätzen an den Straßen gilt: Frei Parken.

Überwachungssystem mit zwölf Kameras

Die UKBS, kommunale Wohnungsbaugesellschaft aus Unna, hatte in ihrem Parkhaus bereits vor einigen Jahren ein Überwachungssystem mit zwölf Kameras installieren lassen, um sich gegen Vandalismus zu schützen. Eine Zeit lang hatten Jugendliche die Rampe zum Skateboarden genutzt und sich von der Schranke auffangen lassen, was Störungen in der Technik ausgelöst hatte.

Nach der Eröffnung vor zehn Jahren hatten sich die Kamener mit den neu eingeführten Parkgebühren noch nicht abgefunden, was zu einer anfangs geringen Auslastung des Parkhauses führte. Heimsath: „Mittlerweile ist diese aber sehr gut.“

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
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Carsten Janecke

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