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Schüler sprechen im Rathaus vor: Das sind unsere Probleme!

Für einen schöneren Schulhof

Ungewöhnliche Gäste in einem städtischen Ausschuss. Das Schülerparlament der Friedrich-Ebert-Schule spricht vor und benennt seine Probleme. Dafür gibt es Applaus und ein Hilfe-Versprechen.

Kamen

, 07.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Schüler sprechen im Rathaus vor: Das sind unsere Probleme!

Dazu gehört Mut: Das Schülerparlament der Friedrich-Ebert-Schule spricht im Umwelt- und Klimaausschuss vor und schildert Probleme. Politik und Verwaltung versprechen Abhilfe. © Janecke

Überraschung im Umwelt- und Klima-Ausschuss. Das im Februar gegründete Schülerparlament der Friedrich-Ebert-Schule sprach vor dem städtischen Gremium im Rathaus vor. Die sechs Mädchen und Jungen der Jahrgänge 1 bis 4 hatten ihre Forderungen, um die Situation an ihrer Schule zu verbessern, zu Papier gebracht und lasen sie mit fester Stimme vor. Am Ende gab es für Katinka, Tom, Merle, Zoe, Maja und Anastasia, die von Schulleiterin Christina Pusch und Schulsozialarbeiter Dominik Olschewski begleitet wurden, kräftigen Beifall.

Schüler sprechen im Rathaus vor: Das sind unsere Probleme!

Die Schüler haben auch an der Schule schon einige Erfolge erreicht. Sie sind unter anderem vor die Lehrerkonferenz getreten und haben ihre Anliegen präsentiert. © Janecke

Stolperfallen und Tabakluft

Niedrig abgesägte Baumstümpfe am Schulgebäude, die als Stolperfalle Verletzungsgefahr bergen. Ein Baum auf dem Schulhof, der ein unansehnliches Beet mit festgetrampelter Erde hat. Und Raucher, die am Rande des Schulgeländes für schlechte Luft sorgen und mit einem Schild „Rauchen verboten“ in die Schranken gewiesen werden könnten. Die Schüler benannten einige Punkte, die aus ihrer Sicht heraus verbessert werden sollten und gaben auch Lösungsvorschläge. Und einen weiteren Wunsch äußerten sie zudem: Ein Insektenhotel, nicht gekauft, sondern selbst gebastelt, „um mehr über den Lebensraum der Insekten zu lernen“, wie eine Schülerin sagte.

Die Politiker und Verwaltungskräfte hörten aufmerksam zu und versprachen sofort Abhilfe. Das unfreundlich wirkende Beet um den Schulhofbaum könnte als Wildblumenbeet angelegt werden, versehen mit einem kleinen Zaun, sodass die Pflanzen nicht kaputt getreten werden. Die hervorstehenden Baumstümpfe sollen gerodet werden.

Dachbegrünung für den Offenen Ganztag

„Und eines wisst ihr noch gar nicht“, sagte der Erste Beigeordnete Dr. Uwe Liedtke. „Das Dach des neuen Anbaus für den offenen Ganztag wird begrünt. Das wird vielleicht auch ein schöner Standort fürs Insektenhotel.“ Dabei zeigte er auch gleich eine Illustration mit einem grünen Dach und vielen bunten Blumen-Farbtupfern. Die etwa 300 Dach-Quadratmeter des bogenförmigen Gebäudes leisten einen Beitrag zu jenem Klimaschutz, für den die Jugendbewegung „Fridays for Future“ jüngst ein stärkeres Problembewusstsein in der Öffentlichkeit geschaffen hat. Nun hat die Grundschule an der Weddinghofer Straße ebenso ein kleines Gremium, das sich konstruktiv einsetzen will. Einmal im Monat treffen sich dabei alle Klassensprecher und Klassensprecherinnen der Schule und besprechen aktuelle Themen. „Zum Beispiel haben wir mit unseren Lehrern über unsere Hausaufgaben-Systeme gesprochen und forderten einheitliche Regeln. Oder wir haben uns dafür eingesetzt, dass unsere Spielzeuge in der Schule ausgetauscht und erneuert werden“, berichtet eine der Schülerinnen. Zur nächsten Sitzung am 18. Juni soll Bürgermeisterin Elke Kappen eingeladen werden. Uwe Liedtke ermunterte auch andere Schulen dazu, ähnlich aktiv zu werden. „Es ist ein Wunsch und Appell, sich in gleicher Art und Weise zu engagieren.“ Auch in dem Ausschuss seien die Schülervertreter willkommen.

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