„Die Eier kann man natürlich trotzdem essen“

Hobby Hühnerzucht

In der alten Werver Schule dreht sich alles um das liebe Federvieh. Viele Teilnehmer haben schon als Kind mit der Zucht von Hühnern oder Tauben begonnen.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 04.11.2018, 11:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Die Eier kann man natürlich trotzdem essen“

Lia Meister (r.) aus der Jugendabteilung des RGZV Phönix präsentiert ihr preisgekröntes gestreiftes Amrock-Huhn. © Borys Sarad

In der alten Werver Schule sind die Klassen am Wochenende voll besetzt. Doch es sind keine Schüler, die hier die Räume bevölkern. Der Rassegeflügelzuchtverein „Phönix 1880“ mit 40 Mitgliedern, darunter 15 aktiven Züchtern, richtet die 63. Kreisverbandsschau Kamen-Bergkamen mit angeschlossener Kreisjugendschau und offener Vereinsschau aus.

Schon von draußen ist das Gegacker und Geschnatter der insgesamt 168 Tiere zu hören. Bewertet wurde das Rassegeflügel bereits in den Vortagen, auch die Bantam-Hühner von Maik Klostermann. „Eins meiner Hühner hat ein ‚hervorragend‘ bekommen“, berichtet der Afferder Züchter erfreut. „Das ist die zweitbeste Bewertung. Der Rest der Tiere wurde mit ‚sehr gut‘ ausgezeichnet, also eine Note darunter.“

Wo früher Volksschüler das kleine Einmaleins lernten, finden regelmäßig Zuchtschauen statt. Neben der Vereinsschau findet in dem alten Gebäude in diesem Jahr auch die Kreisverbandsschau mit angeschlossener Kreisjugendschau statt. „Die haben wir hier alle zwei Jahre“, erklärt der zweite Vorsitzende Jörg Hollekamp. „Die übrigen Jahre wird die Kreisschau in Bergkamen ausgerichtet.“ Neben den offiziellen Preisen wie die silberne Kammermedaille oder den Kreiseinzelmeister vergeben die Ehrenpreisstiftungen für die Senioren- und Juniorenabteilungen eine Vielzahl weiterer Preise.

Es sei nicht die Notwendigkeit, die ihn an der Rassegeflügelzucht begeistere. „Es sind ja keine Nutztiere, die wir hier ausstellen“, erklärt Hollekamp. Schon als Kind habe er mit der Zucht begonnen, ist dem Verein immer treu geblieben. „Mich reizt die Gemeinschaft, der Austausch mit den Vereinsfreunden.“

Auch für Mike Klostermann ist die Gemeinschaft wichtig. Schon sein Vater und Großvater hätten mit der Geflügelzucht Erfahrung gehabt. Nutztiere seien die kleinen Bantam-Hühner zwar nicht, „die Eier kann man natürlich trotzdem essen.“ Auch sein Sohn züchte Tauben, ausgestellt sind die hier aber nicht. „Das sind Brieftauben, die treten bei Leistungsschauen an.“

Die Tauben von Danuta Behrens sind portugiesische Tümmler und reines Rassegeflügel. Im vergangenen Jahr konnte eine Taube mit „vorzüglich“ die höchste Wertung einfahren, in diesem Jahr wurden die meisten ihrer Tauben mit einem „sehr gut“ prämiert. Auch Behrens und ihr Mann Günter sind mit Tieren aufgewachsen, die Geflügelzucht gehöre für beide einfach mit zum Landleben zu, berichtet sie. „Das war für uns nie etwas Besonderes.“

Die Ausstellung in der Alten Schule am Teutheck 1 in Heeren-Werve ist auch noch am Sonntag, 3. November, von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
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