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Schmierereien verunzieren Moschee

Staatsschutz prüft

Wände der Moschee an der Grimmstraße sind mit Sprühereien verunziert worden. Die Befürchtung, dass es sich um einen Schriftzug mit rechtsextremem Hintergrund handelt, bleiben unbestätigt.

Kamen

, 11.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Schmierereien verunzieren Moschee

Einmal jährlich öffnet die Ditib-Moschee an der Grimmstraße. Dort ist über Nacht die Fassade beschmiert worden. © Stefan Milk

Aufregung in der Ditib-Gemeinde an der Grimmstraße. In der Nacht von Montag auf Dienstag ist die Moschee der islamischen Gemeinde mit Sprühereien verunziert worden. Das Gebäude war nicht das einzige, das unbekannte Täter ins Visier nahmen. Die Polizei nannte auf Anfrage weitere sechs Standorte, an denen ein gleicher Schriftzug aufgesprüht wurde. Befürchtungen der Ditib-Gemeinde, es handele sich um ein Wort mit rechtsextremem Hintergrund, bestätigte die Polizei nicht.

„Wir können nicht bestätigen, dass es sich um eine fremdenfeindliche Äußerung handelt“, sagte Thomas Röwekamp, Sprecher der Kreispolizei, in Unna. Ungeachtet dessen sei der Vorfall an den Staatsschutz in Dortmund weitergeleitet worden, um die Einschätzung zu prüfen. Die anderen Vorfälle ereigneten sich an der Stormstraße, Bergkamener Straße, Lessingstraße, Herderstraße und den Straßen „Im Grund“ und „Im Dahl“.

Die Ditib-Gemeinde an der Grimmstraße hat etwa 250 Mitglieder. So etwas, berichtete Sprecher Mehmet Akca, sei in dem über 20-jährigen Bestehen noch nicht passiert. 1987 ist die Gemeinde in Kamen gegründet worden. Die Mitglieder, so betonte er, führten ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn und werden in zwei Wochen wieder das jährliche Nachbarschaftsfest organisieren. Bis dahin sollen die Schmierereien, die zwei Wände betreffen, so rasch wie möglich entfernt werden.

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