Schildbürgerstreich: Nachtfahrverbot zeigt in falsche Richtung

dzDas verdrehte Schild

Ein Schildbürgerstreich, fast im wahrsten Sinne des Wortes: Das Nachtfahrverbotsschild am Alten Markt weist in die falsche Richtung. Scherzbolde haben den Schilderbaum um 180 Grad gedreht.

Kamen

, 28.07.2019, 13:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auffällig viele Autos brausen am Samstagabend an den Gästen des Hotels Stadt Kamen und der benachbarten Pizzeria vorbei, obwohl es lange nach 20 Uhr ist. Eigentlich gilt dort aus Lärmschutzgründen ein Durchfahrtsverbot zwischen 20 und 7 Uhr. Viele halten sich nicht daran, obwohl das Schild in Höhe des Zebrastreifens eindeutig ist.

Vielleicht liegt es an dem Schildbürgerstreich im doppelten Sinne: Das etwa 25 Meter davor platzierte Verbotsschild an der Ecke vor der Rathaus-Apotheke ist als Ersthinweis für die Autofahrer nicht zu erkennen. Offenbar Scherzbolde haben den Schilderbaum um 180 Grad gedreht, dass er nun in die falsche Richtung zeigt. So ist der Hinweis nun in Richtung Bahnhofstraße zu lesen, wo die nächtliche Durchfahrt eigentlich erlaubt ist. Ein Schildbürgerstreich, wenn man den Sinn des Begriffs etwas dehnt.

Nicht zu belegen ist, dass das verdrehte Schild auch tatsächlich für die Missachtung des Durchfahrtsverbots verantwortlich ist. Zahlreiche Fahrer, die mit heulendem Motor und starker Beschleunigung dort durchfahren, sind deutlich schneller unterwegs als die in dem Bereich erlaubte Geschwindigkeit von 10 Stundenkilometern, selbst die Marke von Tempo 30 reißen sie deutlich. Ein Fahrer aus Hamm drückt an dem Abend so sehr auf die Tube, dass Beobachter das Tempo auf 70 schätzen.

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