Schattweg: Ärger über ständige Sperrungen

dzStraßensanierung

Eigentlich war die Sanierung des Geh- und Radweges am Schattweg bereits abgeschlossen. Doch ständige Sperrungen strapazieren die Geduld der Bürger.

Kamen

, 22.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Es ist wie verhext: Der Geh- und Radweg am Schattweg, der das Kamen-Karree mit Heeren-Werve verbindet, ist in einem Teilstück nahe des Karrees gesperrt. Ein Unbekannter äußert seinen Frust über die ständigen Sperrungen auf kreative Weise: An der Absperrung nahe des Karrees klebt ein kleiner Zettel mit der Aufschrift: „Radweg-Baustelle – Fertigstellung Herbst 2020“.

Bereits im Mai diesen Jahres hat die Sanierung des Geh- und Radweg am Schattweg begonnen. Dabei wurde eine wassergebundene Wegedecke aufgesetzt, die mehrere Nass-Trocken-Wetterwechsel bis zur endgültigen Aushärtung benötigt (wir berichteten).

Zwischenzeitlich wurde der Geh- und Radweg auch wieder freigegeben, doch Unebenheiten, mehrere Spurrinnen sowie eine noch nicht verfestigte Deckschicht machten das Durchkommen mit dem Zweirad zum Balanceakt. Deshalb wurde die Sperrung prompt wieder installiert. Der Grund für die Unebenheiten: Durch die heißen und niederschlagsarmen Tage nach Fertigstellung des Weges konnte sich die wassergebundene Wegedecke nicht verfestigen. Besonders die Radfahrer rissen daraufhin mit den Rädern Spurrinnen in die Wegedecke, die somit noch mehr zur Gefahr für die Radler wurde. Die Stadt sperrte zum Schutz der Radler und der Decke daraufhin einen längeren Abschnitt des Weges und stellte in Aussicht, bei einer längeren Trockenphase auf künstliche Bewässerung zu setzen. Die Unebenheiten und Spurrinnen lassen sich nach wie vor auf dem Weg ausmachen, auch wenn sich die Deckschicht im Vergleich zu ihrem Zustand im Juli deutlich fester ist.

Das Schild ist der Leserin Ellen Heckmann aufgefallen, die ihre Entdeckung zusammen mit der Frage „Möglich oder unmöglich?“ an die Redaktion schickte. Warum der Abschnitt abgesperrt ist und wann mit einer Auflösung der Sperrung zu rechnen ist, konnte die Stadtverwaltung auf Anfrage am Donnerstag noch nicht beantworten, da der zuständige Mitarbeiterwegen Auswärtsterminen nicht erreichbar sei. Eine Antwort wurde aber in Aussicht gestellt. Ob die Sperrung tatsächlich etwas nützt, ist fraglich. Zahlreiche Rad- und Fußabdrücke neben den rot-weißen Barken deuten darauf hin, dass die Geduld vieler Bürger am Ende ist.

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