Riesen-Problem vor dem Kita-Start: Für einige Familien verschlechtert sich die Betreuungs-Situation

dzElternbeiträge für Juni und Juli halbiert

Zwar müssen Eltern für die Monate Juni und Juli nur die Hälfte zahlen, wenn die Betreuung am kommenden Montag wieder beginnt. Für viele Familien aber verschlechtert sich die Situation.

Kamen

, 02.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erleichterung herrscht in vielen Familien darüber, dass die Kindergärten ab Montag, 8. Juni, wieder öffnen. Doch das führt gleichzeitig auch zu Problemen, weil die Gruppen für die Notbetreuung aufgelöst werden und die Kinder in ihre alten Gruppen zurückkehren. Damit werden sie auch wieder innerhalb der Regelzeiten betreut. Flexible Betreuungszeiten sind damit vermutlich aber hinfällig. „Ja, Sie sehen schon, dass ich tief durchatme. Es wird ein zusätzliches Problem geben“, sagte Bürgermeisterin Elke Kappen jetzt in der Ratssitzung, als die Elternbeiträge durch die Corona-Pandemie nochmals angepasst wurden. Für Juni und Juli zahlen Eltern nur die Hälfte.

Finanzielle Erleichterungen für Eltern im Juni und Juli

Nachdem der April und Mai bereits beitragsfrei gestellt wurden, weil in der Corona-Krise die Kindergärten geschlossen und nur für eine Notbetreuung zugänglich waren, gibt es auch Erleichterungen im Juni und Juli; zwei Monate, für die nur die Hälfte der Elternbeiträge von der Stadt Kamen eingezogen wird. „Die Hälfte deswegen, weil wir ja auch über gekürzte Zeiten sprechen“, so die Bürgermeisterin.

Im Einzelnen bedeutet das: Wer 45 Wochenstunden Betreuungszeit gebucht hat, erhält jetzt 35 Stunden. Wer 35 Wochenstunden gebucht hat, fällt auf 25 Stunden zurück. Und die 25-Stunden-Betreuung beträgt jetzt nur noch 15. Begründet wird dies durch den höheren Betreuungsaufwand in Corona-Zeiten und auch durch die ausgedünnte Personaldecke, weil zahlreiche Kräfte zur Risikogruppe zählen und nicht arbeiten sollen bzw. nicht dürfen.

Rechtzeitig aus der Betreuung

Durch die geringeren Betreuungszeiten, die durch die Notbetreuung jetzt noch flexibel an die Arbeitszeiten einiger systemrelevanter Berufsgruppen angepasst waren, könnten nun einige Familien in Verlegenheit geraten.

Denn egal ob Ärzte, Pflegepersonal oder Polizeikräfte: Wenn um 14 oder 16 Uhr die Betreuungszeit zu Ende ist, müssen sie im Kindergarten auf der Matten stehen. Eigentlich sollen die Jugendämter dafür sorgen, dass derlei Probleme abgefedert werden. „Das werden wir auch versuchen, aber so viele Mitarbeiter werden wir wohl nicht stellen können“, so Kappen. „Wir werden uns bemühen, das zu regeln, aber das wird nicht ganz einfach.“

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Buchungstechnische Vereinfachung: Nur im Juli wird eingezogen

Die für Juni und Juli halbierten Elternbeiträge werden nicht halbiert eingezogen, sondern einmal ganz und einmal gar nicht – weil das buchungstechnisch für die Stadtverwaltung einfacher ist. Für Juni wird kein Elternbeitrag eingezogen, im Juli dafür in voller Höhe.

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