Rapper „Goldroger“ genießt sein Heimspiel beim „Laut und Lästig“ Open Air

dzMusikfestival

Insgesamt 15 Bands in acht Stunden - das „Laut und Lästig“ Open Air bietet ein riesiges Programm zum Nulltarif. Als Headliner tritt „Goldroger“ auf, ein rappendes Ausnahmetalent mit Wurzeln in Kamen.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 25.08.2019, 11:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seine Videos generieren Hundertausende Clicks, doch Starallüren sind Goldroger fremd. Es ist 22.30 Uhr, als der Rapper mitsamt Band das große Finale des diesjährigen „Laut und Lästig“ Open Air einläutet. Für ihn sei der Auftritt in Kamen etwas ganz Besonders, verrät er: „Aber ich bin auch echt nervös.“

Rapper „Goldroger“ genießt sein Heimspiel beim „Laut und Lästig“ Open Air

Es gab auch rein akustische Auftritte. © Marcel Drawe


Handgemachte Musik auf zwei Bühnen

Die Band „Kiosk Europa“ gestaltet am Samstagnachmittag den Auftakt zu einem Festival, dass an einem Tag 15 Bands auf zwei Bühnen bringt. Mit ihrem handfesten Punkrock geben sie einen Einblick in das, was die Zuschauer noch alles erwarten wird, handgemachte Musik mit viel Herzblut. Trotz hoher Temperaturen auf dem schattenarmen Schulhof der Gesamtschule an der Gutenbergstraße, tummeln sich bereits viele Gäste auf dem Festivalgelände. „So etwas bestärkt uns in dem was wir tun“, meint der Ehrenvorsitzende, Frank Hilgenfeld.

Über den Tag kommen rund 1000 Besucher

Rund 1000 Besucher lauschen über den Tag verteilt den verschiedenen Bands, besonders am Abend steigt die Besucherzahl drastisch an. Während auf der großen Hauptbühne die Bands mit allerhand eklektischem Equipment die Musikfans beglücken, ist die kleinere Bühne ganz der akustischen Musik gewidmet.

Rapper „Goldroger“ genießt sein Heimspiel beim „Laut und Lästig“ Open Air

Auch Andy C. hat es inzwischen zu einer gewissen lokalen Bekanntschaft gebracht. © Marcel Drawe


Bei Andy C. singt das Publikum mit

Dort tritt auch Andy C. auf, der erst kürzlich im Sesekepark das Video zu seinem neuen Lied „Es ist gut so wie es ist“ gedreht hat. Seine stetige Präsenz bei lokalen Veranstaltung hat dem Musiker einen gewissen Bekanntheitsgrad verschafft. So gibt es nicht weniger Zuhörer, die seine selbstgeschriebenen Texte mitsingen können.

Rapper „Goldroger“ genießt sein Heimspiel beim „Laut und Lästig“ Open Air

Die Band „Drachenreyter“ spielte auf der Hauptbühne. © Marcel Drawe

Den Verein gibt es seit 30 Jahren

Insgesamt 80 Helfer der Musikervereinigung sorgen für einen reibungslosen Ablauf, einer der jüngsten von ihnen ist der elfjährige Karl, Sohn von Frank Hilgenfeld. Seit dem Vormittag ist er mit dabei und hilft wo er kann. Um 18 Uhr kommt auch Bürgermeisterin Elke Kappen zur Stippvisite vorbei. Zum 30.Geburtstag der Musikerinitiative ehrt sie vier der verbliebenen Gründungsmitglieder und ein Mitglied, das seit 20 Jahren im Vorstand tätig ist. Seit der Gründung im Jahr 1989 arbeitet der Verein eng mit der Stadt zusammen. Ein Umstand, den auch der erste Vorsitzende Nils Dauk zu schätzen weiß: „Diese Unterstützung ist ein wichtiger Aspekt, der unsere Arbeit in diesem Rahmen überhaupt erst möglich macht.“

Ska-Punk mit den „Awesome Scampis“

Auf der Bühne heizen mittlerweile die „Awesome Scampis“ dem Publikum mit ihrem rasanten Ska-Punk so richtig ein. Mittlerweile sind die Scampis in ganz Deutschland bekannt. Hinter der Bühne macht sich Goldroger bereit für seinen Auftritt. Mit seiner Band hat er schon auf den Bühnen der größten Festivals in Deutschland gestanden, hier in Kamen sei er aber ungleich nervöser: „Es fällt mir schwer, hier in meine Rolle als Goldroger zu schlüpfen. Denn hier kennen mich die Leute noch persönlich.“

Goldroger trifft die Familie

Den Stunden vor dem Auftritt nutzt er deshalb auch, um mit seiner Familie etwas Zeit zu verbringen: „Besonders gefreut habe ich mich auf meine Oma, die ist mir extrem wichtig.“ Auch auf der Bühne versprüht Goldroger einen natürlichen Charme. Tatsächlich kommt er mit seinen Songs hier aber genauso gut an wie im Rest von Deutschland, das Publikum feiert jedes neue Lied mit viel Jubel und Applaus. Auch zwei neue Titel hat er im Gepäck, am selben Tag hat er die Arbeiten im Studio in Köln für sein neuestes Album beendet.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Baudenkmal darf nicht wackeln

Heikler Kanalbau an Kirche: Mini-Tunnelbohrmaschine schafft die ersten Meter

Hellweger Anzeiger Breitbandausbau

Wahrscheinlich kommen als erstes Grundschulen in den Genuss des schnellen Netzes