Giftköder können mit Rasierklingen (wie auf diesem Symbolbild) und Nägeln, aber auch mit Giftstoffen gespickt sein. © picture alliance/dpa
Beim Gassigehen

Rätsel um Giftköder an der Koppelstraße: „Konnte meinen Hund kaum halten“

Rätselhafte Funde an der Koppelstraße auf dem Bürgersteig an der Hauptschule. Knackwürstchen, versehen mit einem blaugrünen Granulat, erschrecken eine Hundefreundin beim Gassigehen.

Beim Gassigehen ein rätselhafter Fund an der Koppelstraße. Eigentlich sogar zwei. „Beides mal Frankfurter Würstchen, versetzt mit blaugrünen Krümeln“, berichtet eine Hundefreundin, die sich jetzt in unserer Redaktion meldete und ungenannt bleiben will. Sowohl am Montag als auch am Mittwoch entdeckte sie die mysteriösen Fleischreste auf dem Bürgersteig an der Hauptschule, die für sie wie absichtlich ausgelegte Granulat-Giftköder wirkten. „Ich konnte meinen Hund kaum halten. Der ist da total darauf abgegangen.“

Funde sofort im nächsten Gully entsorgt

Das Fernhalten gelang ihr aber doch, weil, wie sie sagt, „ich aus Angst nur noch mit den Augen am Boden spazieren gehe“. Zahlreiche Meldungen über Giftköder im Stadtgebiet haben sie hellhörig gemacht. Der Kamenerin ist wichtig, dass über ihre Entdeckung berichtet wird, um andere Hundebesitzer vor derlei gespickte Knackwürstchen zu warnen bzw. um für mehr Aufmerksamkeit zu werben. Sie war sich noch nicht sicher, ob sie die Polizei oder die Stadtverwaltung einschalten will. „Ich habe die Funde sicherheitshalber gleich im nächsten Gully entsorgt.“

Wurstscheiben mit Nägeln oder Rasierklingen

Immer wieder erreichen unsere Redaktion Meldungen über Giftköder, die offenbar von Hundehassern ausgelegt werden, darunter auch Wurstscheiben, die mit Nägeln oder Rasierklingen gespickt sind, um den Tieren schwere Verletzungen zuzufügen. Die Täter sind in der Regel schwer zu ermitteln, es sei denn, sie werden auf frischer Tat ertappt.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
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Carsten Janecke

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