Radweg Heerener Straße: Warum weiter nur die kleine Lösung in Sicht ist

dzWeg in der Planung

Für den Radweg entlang der Heerener Straße gibt es noch keine konkrete Perspektive. Lediglich das Teilstück zwischen Gesamtschule und Henry-Everling-Straße soll bis Mai 2021 fertig sein.

von Werner Wiggermann

Kamen, Heeren-Werve

, 24.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Detailplanung läuft bereits, Ende 2020 könnte tatsächlich gebaut werden: Der lange angekündigte Radweg entlang der Heerener Straße scheint jetzt doch bald Wirklichkeit zu werden. Allerdings kann diese Aussage nur für den Abschnitt zwischen Gutenbergstraße und Henry-Everling-Straße gelten.

Gesamtschüler müssen Umweg benutzen

Was für die ursprünglich angesagte Hauptfunktion des Wegs leider recht wenig bedeutet. Kinder aus Heeren-Werve jedenfalls haben nichts davon, wenn sie morgens zur Gesamtschule radeln wollen.

Nutzbringend für sie wäre der 1,7 Kilometer lange Teilabschnitt zwischen Gutenbergstraße und Derner Straße.

Für diesen Abschnitt sei man nach wie vor „in der Vorplanung“, teilte jetzt Nadia Leihs, Medienbeauftragte des Landesbetriebs Straßen.NRW, auf Anfrage mit. „Vorplanung“ bedeutet, dass Gespräche mit Grundstücksbesitzern geführt würden.

Zukäufe einiger Grundstücksstreifen sind notwendig. Der Weg soll bekanntlich auf der Nordseite angelegt werden – und der vorhandene Mehrzweckstreifen reicht nicht aus, um einen separaten und sicheren Radweg anzulegen.

Gespräche mit Grundstückseigentümern

Wann der endlich gebaut werden könnte, dafür kann Landesbetrieb noch keine Aussage treffen.

Die Radler sind einstweilen auf parallel laufende Wege verwiesen. Wobei der Weg durch die Bredde schon seit mehr als zweieinhalb Jahren nicht auf den gesperrten Klöckner-Radweg führen kann.

Wer auf seinem Weg zur Gesamtschule durch die Bredde fährt, muss also schon im Schnepperfeld abbiegen, dann die Heerener Straße an einer nicht ungefährlichen Stelle queren und unter der A1-Brücke ein noch weniger ungefährliches Stück der Landstraße benutzen. Als echte Alternative bleibt nur der Weg entlang der Seseke.

Straßen.NRW hält an Planung fest

Der ist zwar attraktiv und ungefährlich, aber eben etliche Meter länger als der Mehrzweckstreifen an der Heerener Straße – was für eilige Schüler oft den Ausschlag gibt. Folgerichtig klingt daher die Aussage von Straßen.NRW, dass man trotz der vorhandenen Alternativen an der Planung des neuen Radwegs festhalte.

Gebaut wird aber vorerst nur der 700 Meter lange Abschnitt Gutenbergstraße-Henry-Everling-Straße. Im kommenden Herbst sollen die Arbeiten hierzu ausgeschrieben werden; wenn alles reibungslos verläuft und auch das Wetter mitspielt, könnte der Weg Ende Mai 2021 fertig sein, hofft man bei Straßen.NRW.

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