Das Radparkhaus am Willy-Brandt-Platz ist stark nachgefragt. 140 Chips sind an Radfahrer abgegeben worden. © Wiggermann

Radparkhaus ist überbucht: Betreiber verteilt mehr Chips als es Plätze gibt

Das Radparkhaus in Kamen ist überbucht. Mit 140 Chips gibt es deutlich mehr Nutzer als Stellplätze. Dahinter steckt Absicht, erklärt der Betriebsleiter der Fahrradstationen.

Das Radparkhaus auf dem Willy-Brandt-Platz in Kamen ist überbucht. Die Awo-Tochter DasDies, die das Angebot betreut, hat für die 98 Stellplätze 140 Chips ausgegeben. Und zwar mit voller Absicht, nicht etwa aus Versehen. Einerseits, um möglichst vielen Interessenten einen Stellplatz anbieten zu können. Andererseits, weil es trotz der Überbuchung immer noch ausreichend freie Kapazitäten gibt. Das sei nicht widersprüchlich, erklärt Stefan Rose, Betriebsleiter für die Radstationen. Denn: „Die Abstellplätze werden zu ganz unterschiedlichen Zeiten genutzt.“ Und nicht jeder, der einen Chip hat, nutze das Parkhaus täglich.

Platz auch für Krankenfahrstühle

„Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir mehr Chips vergeben können als Plätze vorhanden sind“, sagt Rose. Trotz der 140 ausgegebenen Chips sei es dort nicht überfüllt. „Die Pendler kommen morgens, andere sind dann schon unterwegs.“ Zudem sei so viel Platz vorhanden, dass jetzt auch einige Krankenfahrstühle dort geparkt werden können. Über den barrierefreien Zugang mit elektrischer Schiebetür ist das problemlos möglich.

Noch nicht so gut genutzt werden die Fahrradkarussells, mit denen die Räder wie auf einem Kleiderständer hängen – sie werden über einen Haken und eine starke Feder nach oben gezogen. „In Schwerte und Lünen werden sie stark genutzt, hier muss sich das noch einspielen“, so Rose.

Wer sich für das kostenlose Parken, das auch am Bahnhof in Methler möglich ist, interessiert, kann sich in der Awo-Radstation am Bahnhof Kamen informieren.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
Zur Autorenseite
Carsten Janecke

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.