Querungshilfe in Methler soll für Sicherheit sorgen – und verfehlt ihren Zweck

dzBaustelle

Eine Ampel soll an der Lindenallee in Methler für Sicherheit sorgen. Das ist gut, denn viele Jahnschüler queren dort die Straße. Unglücklicherweise endet der Überweg an einem Bordstein.

Methler

, 03.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für Schüler bietet er eine Gefahr, für Menschen mit einer Gehbehinderung oder Mütter mit Kinderwagen ist er eine Zumutung: Eine provisorische Querungshilfe an einer Baustelle an der Kreuzung Lindenallee/Am Langen Kamp sorgt für Probleme. Das hat ein Methleraner jüngst beobachtet.

Neben der Baustelle, wo die Telekom derzeit Glasfaserkabel unter die Erde bringt, wurde eine Fußgängerampel eingerichtet, weil die eigentliche Querungshilfe in der Nähe abgesperrt werden musste.

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Der Zebrastreifen befindet sich nah an einer Baustellampel für Autos und könnte von Autofahrern, die gerade Grün bekommen haben, leicht übersehen werden, erklärt Stadtsprecher Peter Büttner die vorübergehende Sperrung. Derzeit ist die Straße dort nur einspurig befahrbar, weshalb die Baustellenampel eingerichtet werden musste.

Was den provisorischen Fußgängerüberweg unsicher macht, ist offensichtlich. Er endet vor einem recht hohen Bordstein, hinter dem direkt ein Baum steht. Gehbehinderte und Väter bzw. Mütter mit Kinderwagen haben es deshalb schwer, auf den gegenüberliegenden Gehweg zu gelangen.

Stadt kontrolliert die Baustelle und die Ampelsituation nun

Doch nicht nur das erschwert das Überqueren der Straße. Denn weil auf der anderen Seite die Ampelanlage steht und Materialien gelagert werden, muss man sich erst zum Gehweg hindurchschlängeln.

Die Stadt will die Baustelle nun kontrollieren. Möglicherweise habe die Firma, die für die Beschilderung zuständig ist, etwas übersehen. Normalerweise müsse an solchen Stellen eine Rampe angebracht werden, erklärt Büttner. Es ist freilich im Sinne der Stadt, dass jeder die Straße an dafür vorgesehenen Stellen überqueren kann.

An unsicheren Stellen sollten Kamener das aber besser nicht tun. Deshalb hat die Stadt auch Absperrgitter an der Querungshilfe aufgestellt. „Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass die Absperrungen weggeräumt werden“, so Büttner. Vielleicht erübrigt sich dieses Problem, wenn auch die Bordsteinproblematik gelöst wurde.

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