Noch bis Mittwoch geschossen: Mit knapp 300 Schülern ist die Friedrich-Ebert-Schule die zweitgrößte nach der Diesterwegschule. © Stefan Milk
Coronavirus

Quarantäne an Astrid-Lindgren-Schule ausgeweitet – Corona auch an Friedrich-Ebert-Schule

Die Astrid-Lindgren-Schule ist nicht die einzige Grundschule in Kamen mit einem aktuellen Corona-Fall. Auch eine der größten Grundschulen in der Stadt ist betroffen.

Noch ein Corona-Fall an einer Grundschule: Nach der Astrid-Lindgren-Schule in Heeren-Werve ist nun auch die Friedrich-Ebert-Schule in Kamen-Mitte betroffen. Ein Kind aus der dritten Klasse der Grundschule an der Weddinghofer Straße ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. An der Astrid-Lindgren-Schule wurden derweil acht weitere Schüler unter Quarantäne gestellt, jetzt insgesamt elf.

Die Stadt Kamen gab den neuen Fall an der Friedrich-Ebert-Schule am Dienstag auf Anfrage bekannt. Die Grundschule selbst veröffentlichte keine Informationen dazu. Der letzte Eintrag auf der Internetseite der Schule unter dem Punkt „Aktuelles“ stammt vom 21. Februar – einen Tag vor der Wiedereröffnung der Grundschulen. „Liebe Eltern, wir machen Sie darauf aufmerksam, dass – entgegen ersten Informationen – die Schülerinnen und Schüler auch auf den Sitzplätzen in der Klasse eine Maske tragen müssen. Auch in den Betreuungsgruppen müssen durchgängig Masken getragen werden.“

Das infizierte Kind an der Friedrich-Ebert-Schule hatte entweder keinen oder keinen engen Kontakt zu anderen Kindern. Denn Quarantäne wurde nicht angeordnet. Wie ein Stadtsprecher unter Berufung auf eine Aussage der Schule erklärte, habe das Gesundheitsamt „weder eine Quarantäne noch eine Testung für die restliche Gruppe“ vorgesehen. Das sah Ende 2020 noch anders aus, als nach mehreren Infektionsfällen die ganze Friedrich-Ebert-Schule vorsorglich geschlossen wurde.

Zum damaligen Zeitpunkt wurde noch nicht nach dem Wechselmodell unterrichtet. Die Friedrich-Ebert-Schule hat ihre 12 Klassen derzeit jeweils in zwei Gruppen aufgeteilt, sodass Kontakte reduziert werden. Jede Gruppe kommt an festen Tagen und zu festen Zeiten in die Schule. Der Präsenz- und Fernunterricht wechseln sich täglich ab. „Bei einem Corona-Verdacht erleichtert das Wechselmodell die Kontaktverfolgung, weil weniger Verdachtsfälle vorliegen und weniger Tests erforderlich sind“, sagte Max Rolke, Sprecher des Kreisgesundheitsamts.

An der Astrid-Lindgren-Schule wurden weitere acht Kinder unter Quarantäne gestellt. Diese sollen am Mittwoch auf das Coronavirus getestet werden. Bei drei Kindern, die bereits unter Quarantäne gestellt sind, standen die Tests am Dienstag an. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Am Montag war bekannt geworden, dass ein Kind aus einer ersten Klasse infiziert ist. Auch hier sorgt das Wechselmodell offenbar dafür, dass eine Infektion geringere Kreise ziehen kann.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1973, aufgewachsen im Sauerland, wohnt in Holzwickede. Als Redakteur seit 2010 rund ums Kamener Kreuz unterwegs, seit 2001 beim Hellweger Anzeiger. Ab 1994 Journalistik- und Politik-Studium in Dortmund mit Auslandsstation in Tours/Frankreich und Volontariat bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund, Lünen, Selm und Witten. Recherchiert gern investigativ, zum Beispiel beim Thema Schrottimmobilien. Lieblingssatz: Der beste Schutz für die liberale Demokratie ist die Pressefreiheit.
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Carsten Fischer
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