Coronavirus: Wie viele Kamener sind in Quarantäne?

dzAnordnung vom Amt

Wer Kontakt mit einem Corona-Infizierten hatte, wird vom Gesundheitsamt für 14 Tage in Quarantäne geschickt. Wie viele Menschen das derzeit in Kamen sind, hat jetzt das Rathaus genannt.

17.11.2020, 16:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer coronatypische Symptome wie Husten, Geschmacksverlust oder Fieber verspürt, ist gut beraten, zu Hause zu bleiben und den Hausarzt und das Gesundheitsamt zu kontaktieren. Wird das Coronavirus nachgewiesen, kommt die Behörde ins Spiel und ordnet eine häusliche Isolierung an. Wer direkten und nahen Kontakt zu einem Infizierten hatten, wird von den Gesundheitshelfern zunächst durch eine mündliche Anordnung in Quarantäne geschickt. Darauf folgt mit einigen Tagen Verzögerung ein amtliches Schreiben aus dem Rathaus des Wohnorts.

314 Kontaktpersonen in Quarantäne

In Kamen befanden sich am Dienstag 314 Menschen als Kontaktpersonen in Quarantäne. Stadtsprecher Peter Büttner nannte diese Zahl auf Anfrage. Die Stadtverwaltung kann als Ordnungsbehörde anhand der durch sie verschickten Quarantäne-Anordnungen und der Laufzeit ein tägliches Lagebild zeichnen. Sie veröffentlicht diese Angaben aber nicht von sich aus. Dazu kommen noch die knapp 100 Kamener, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden.

Unter den 314 Kontaktpersonen befinden sich auch Dutzende Schüler. Seit Montag ist ein Corona-Fall an einer Klasse an der Hauptschule bekannt. In den Tagen und Wochen zuvor waren auch an Gesamtschule, Gymnasium und Realschule einige Fälle aufgetreten, die Quarantäne nach sich zogen. Neue Corona-Fälle an städtischen Schulen und an Kindergärten wurden am Dienstag nicht bekannt. Dem Stadtsprecher lagen dazu keine Angaben vor.

Sechs Corona-Neuinfektionen am Dienstag in Kamen

Das Kreisgesundheitsamt meldete am Dienstag sechs Neuinfektionen in Kamen. 16 Kamenerinnen und Kamener wurden der Statistik der Genesenen hinzugefügt. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle in der Stadt sank damit um 10 auf 96. Auch für diese Menschen gilt eine behördliche Anordnung, das Zuhause nicht zu verlassen. Seit dem Beginn der Pandemie wurden nachweislich 318 Kamener Einwohner mit Sars-CoV-2 infiziert, es gab einen Corona-Todesfall. Am 29. Oktober starb eine Frau aus Kamen im Alter von 91 Jahren.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Lob ans Krisenmanagement
Drittstärkste Corona-Zunahme im Kreisgebiet: In Kamen sind aktuell 149 Menschen infiziert
Hellweger Anzeiger Geldautomaten-Schubser
Noch ein Überfall bei Volksbank: „Hätte ich nur meinen Krückstock dabei gehabt...“
Hellweger Anzeiger Weihnachten und Silvester
Corona-Beschränkungen: Im Ordnungsamt bereitet man sich auf jedes Szenario vor