Presbyterium wählen und dabei mit alten Handys Gutes tun

dzKirchenwahl in Kamen

Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Methler ist eine von nur dreien im Ev. Kirchenkreis Unna, in der am 1. März ein Presbyterium gewählt wird. Sie verbindet die Wahl mit einer Aktion.

Methler

, 24.02.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den meisten Kirchengemeinden im Evangelischen Kirchenkreis Unna stellt sich das neue Presbyterium mangels Bewerbern von selbst auf. Nur in drei Gemeinden wird am Sonntag, 1. März, eine demokratische Wahl durchgeführt – unter anderem in Methler.

Pfarrer Jochen Voigt freut sich darüber, dass es eine Wahl gibt. Und er wünscht sich, dass viele Gemeindeglieder daran teilnehmen. Auch wer keine Wahlbenachrichtigungskarte bekommen hat, aber der Gemeinde angehört, darf wählen, wenn er mindestens 14 Jahre alt ist.

Wahllokale schließen um 18 Uhr

Zwei Wahllokale werden am Wahltag ab 10.45 Uhr geöffnet. Wer südlich der Bahnlinie wohnt, wählt im Paul-Gerhardt-Haus, alle anderen im Bodelschwinghhaus. Die Wahllokale schließen um 18 Uhr. Danach beginnt die Auszählung. 14 Kandidatinnen und Kandidaten stehen für zwölf Positionen zur Verfügung.

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Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Methler verbindet die Presbyteriumswahlen mit einer besonderen Aktion. Sie bittet alle Gemeindeglieder, alte Handys mitzubringen, die entsorgt werden können. Die Geräte enthalten wertvolle Rohstoffe. Die Handy-Aktion NRW sammelt solche Geräte noch bis Ende des Jahres 2021. Sie wurde vom Deutschen Rat für Nachhaltige Entwicklung in Berlin als „Projekt Nachhaltigkeit 2019“ ausgezeichnet.

Sammelbehälter in beiden Wahllokalen

„Ich glaube, dass die Menschen viele solcher Handys noch zuhause haben“, sagt Pfarrer Jochen Voigt. Die Gemeinde stellt in beiden Wahllokalen Sammelbehälter für die alten Handys auf. Diese können natürlich auch von Menschen genutzt werden, die nicht an der Wahl teilnehmen – etwa, weil sie einer anderen Konfession angehören.

Seit dem Start der Initiative im Frühjahr 2017 sind mehr als 15.000 Althandys gesammelt worden. Rund 60 Rohstoffe stecken in einem Smartphone. Davon können Metalle wie Gold und Silber recycelt werden, ebenso Kupfer, Palladium und Platin. Aus dem Erlös flossen bisher etwa 12.000 Euro an Menschenrechtsprojekte von Brot für die Welt und der Vereinten Evangelischen Mission.

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Ein Schwerpunkt der Aktion ist neben dem Einsparen wichtiger Ressourcen die Bildungsarbeit. Damit werden auf die Folgen der Produktion für Mensch und Umwelt aufmerksam gemacht und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. So haben sich zahlreiche Schulklassen, Jugend- und Konfi-Gruppen, Studierende sowie Interessierte aus Kirchengemeinden, Unternehmen und Einrichtungen in NRW mit dem Thema auseinandergesetzt.

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