Post hat keine Erklärung für Panne bei Kamener Wahlbriefen

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Die Stadt Kamen führte Beschwerden über ausbleibende Briefwahl-Unterlagen auf eine Zustellungspanne bei der Deutschen Post zurück. Doch das Unternehmen kann dies nicht bestätigen.

Kamen

, 11.09.2020, 15:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Durch eine Zustellungspanne der Deutschen Post sollen zahlreiche Kamener angeforderte Briefwahl-Unterlagen nicht oder nicht rechtzeitig bekommen haben. Nun hat sich die Deutsche Post zu dem Fall geäußert

„Wir können uns keine Verzögerung erklären“, sagte Rainer Ernzer von der Deutschen Post am Freitag. Am Vortag hatte Ingelore Peppmeier von der Stadt Kamen berichtet, dass 160 Kamener eidesstattlich versicherten, dass sie die Briefwahl-Unterlagen nicht erhalten hatten.

Postsprecher Ernzer verneinte die Frage, ob er eine Zustellungspanne bei Briefwahl-Unterlagen für den Versandzeitraum vom 24. bis 26. August bestätigen könne. „Wir haben keine Unregelmäßigkeiten festgestellt“, sagte er am Freitag.

Im Gespräch mit einer Vertriebsleiterin soll Peppmeier zufolge auch von Streik die Rede gewesen sei. Allerdings ist laut dem Postsprecher in dem fraglichen Zeitraum kein Streik bekannt.

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Grundsätzlich können längere Laufzeiten beispielsweise durch Personalengpässe entstehen. Ausfälle gab es jedoch laut Post nicht. In Einzelfällen kann der Briefträger den Brief versehentlich in den falschen Briefkasten werfen. Auch schlecht lesbare Adressen können ein Grund für Verzögerungen sein. Diese Erklärungen sollen wegen der Vielzahl der bei der Stadt beanstandeten Sendungen jedoch ausscheiden.

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