Polizei winkt Lkws raus – aber nicht zur Kontrolle

dzVerkehr in Kamen

Polizisten winken an der Hochstraße und der Lünener Straße in Kamen Lkws aus dem Verkehr. Was auf den ersten Blick wie eine Routine-Kontrolle anmutet, hat tatsächlich einen ganz anderen Hintergrund.

Kamen

, 27.10.2020, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Dienstagmorgen standen Polizisten an der B233 zwischen Zollpost und Henry-Everling-Straße, am Nachmittag an der Lünener Straße. Immer wieder brachten sie Lkw-Fahrer zum Halten am Straßenrand. Für viele andere Verkehrsteilnehmer mutete die Aktion wie eine ganz normale Verkehrskontrolle an.

Darauf angesprochen, verwies die Kreispolizeibehörde jedoch an die Stadt Kamen; man leiste dort nur Amtshilfe, um Lkw-Fahrer anzuhalten. Stadtsprecher Peter Büttner klärte die Sache dann auf Anfrage auf: Es gehe nicht um eine Kontrolle, sondern um eine Befragung der Lkw-Fahrer.

Lärmbelastung für Anwohner durch Lkw soll sinken

Hintergrund ist der neue Lärmaktionsplan der Stadt, in dessen Rahmen auch ein sogenanntes Lkw-Lenkungskonzept entwickelt werden soll. Der Lkw-Verkehr trägt bekanntlich an vielen Stellen im Stadtgebiet einen gehörigen Teil zur Lärmbelastung für die Anwohner bei – und spielt deshalb im nächsten Lärmaktionsplan auch eine besondere Rolle.

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„Ein Gutachter wird Vorschläge entwickeln, wie man die Lkw-Verkehre besser lenken kann, um die Lärmbelastung für Anwohner zu senken“, erläutert Peter Büttner. Dafür gilt es zunächst einmal herauszufinden, welche Wege die Lkw eigentlich warum nehmen – und diese Informationen bekommt die Stadt beziehungsweise das beauftragte Planungsbüro Richter-Richard (PRR) nun aus erster Hand.

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„Am Dienstagmorgen wurden bereits 40 Lkw-Fahrer zu Start und Ziel ihrer Fahrt befragt“, berichtete der Stadtsprecher. Am Nachmittag ging es an der Lünener Straße weiter, und am Mittwoch folgt die Münsterstraße.

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