Polizei: Tägliche Doppelstreife in der City deckt auch Kamener Winterwelt ab

dzÖffentliche Sicherheit

Wenig Polizei auf der Winterwelt? Das spricht zwar für eine sichere Veranstaltung, passt aber nicht zur angekündigten deutlich sichtbaren Präsenz. Nun erklärt die Polizei, dass sie in Form von Doppelstreifen sehr wohl da sei.

Kamen

, 11.12.2019, 14:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Polizei lässt sich augenscheinlich häufiger auf der Kamener Winterwelt sehen. Ein Streifenwagen mit drei oder vier Beamten an Bord stand am Mittwochnachmittag am Rand des Veranstaltungsgeländes. Bereits am Dienstag waren zwei Polizistinnen auf dem Gelände gesichtet worden, am Abend mindestens ein Beamter für mehrere Stunden.

Obwohl Landrat und Polizeichef Michael Makiolla (SPD) eine „deutlich sichtbare Präsenz“ der Polizei auf den Weihnachtsmärkten im Kreis Unna angekündigte hatte, war von dieser Sicherheitsdemonstration seit der Eröffnung der Kamener Winterwelt nicht viel wahrzunehmen gewesen – mit Ausnahme von Besuchen des örtlich zuständigen Bezirksbeamten für die Innenstadt. Die seltene Anwesenheit von Polizei und städtischen Ordnungskräften ist unter anderem der Eindruck, den ständig anwesende Budenbetreiber schilderten.

Polizei bestreitet, dass sie selten da ist

Hauptkommissar Bernd Pentrop, Sprecher der Kreispolizeibehörde Unna, reagiert nun auf einen entsprechenden Bericht des Hellweger Anzeigers. Er bestritt, dass die Polizei nur selten auf der Kamener Winterwelt ist, und auch, dass sie die Präsenz infolge des Berichts erhöht habe.

Er beschreibt die Präsenz der Polizei so: Eine Doppelstreife gehe täglich während ihrer achtstündigen Schicht durch die Innenstadt, also auch über das Veranstaltungsgelände. Wie viele Stunden die Beamten effektiv in der Innenstadt und auf der Kamener Winterwelt verbringen, ist anhand seiner Aussagen aber nicht nachzuvollziehen. Der Widerspruch zwischen Aussagen des Landrats von der deutlich sichtbaren Präsenz und den Wahrnehmungen von Beobachtern bleibt bestehen.

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Streifenwagen als Beruhigung fürs Sicherheitsgefühl

Die Polizei hätte einfache Möglichkeiten, ihre Präsenz deutlich sichtbar zu machen. Manchmal ist am Rande von Großveranstaltungen demonstrativ ein Streifenwagen geparkt. Dies kann mutmaßlich Straftäter abschrecken, aber auch das Sicherheitsgefühl von Besuchern erhöhen – egal ob der Streifenwagen tatsächlich besetzt ist oder nicht. Das Konzept: Einsatzkräfte sind im Ernstfall schnell da.

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Dem Vernehmen nach gehen die aktuellen Doppelstreifen je nach Schicht vormittags, mittags oder abends durch die Innenstadt, manchmal auch nur stundenweise. Außer der Polizei ist auch der städtische Ordnungsdienst in Gestalt von internen und externen Kräften in der Innenstadt unterwegs. Auch diese städtischen Kräfte sollen nach Wahrnehmung von Beobachtern selten da sein.

Straftaten mit Bezug zum Veranstaltungsgelände wurden bislang nicht bekannt. Ein Bezirksbeamter schilderte, dass es anders als beispielsweise vor zwei Jahren ruhig ist. Die Kamener Innenstadt ist laut Polizeistatistik trotz immer wieder aufkommender Diskussionen um das Sicherheitsgefühl und teilweise gehäufter Polizeieinsätze kein Kriminalitätsschwerpunkt.

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