Parkende Autos in der Rettungsgasse am Hellmig-Krankenhaus

dzKlinikum Westfalen

Anwohnern des Hellmig-Krankenhauses sind Falschparker auf der Zufahrt zur Notaufnahme aufgefallen. Den Verkehrssündern drohen offenbar keine Knöllchen. Das Klinikum Westfalen sieht keine Behinderung von Rettungswagen.

Kamen

, 24.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie die Rettungsgasse auf der Autobahn funktioniert, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Wie allerdings die Rettungsgasse vor der Notaufnahme des Hellmig-Krankenhauses frei bleibt, das müssen einige Autofahrer noch üben.

Die westliche Zufahrt zum Kamener Krankenhaus wird nach Beobachtung von Anwohnern häufig als Parkplatz genutzt. „Ich möchte nicht erleben, dass ein Rettungswagen mit einem Schwerverletzten oder schwer kranken Menschen durch die Falschparker auf dem Weg in die Notaufnahme aufgehalten wird“, sagt ein Mann aus der Nachbarschaft.

Politessen nicht zuständig

Rettungswagen erreichen das Krankenhaus aus westlicher Richtung über die Kämerstraße oder Kämertorstraße. Die öffentliche Straße mündet in die Westzufahrt des Krankenhauses. Entlang der Fahrbahn ist ein Halteverbot ausgeschildert. Trotz des Verbots parkten dort beispielsweise am Mittwochmorgen mehrere Fahrzeuge. Auch an anderen Tagen waren dort Falschparker zu sehen.

Anwohner wollen im Rathaus die Auskunft bekommen haben, dass sich das Falschparken auf dem privaten Krankenhausgelände abspielt und sich folglich außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der städtischen Ordnungshüter. Das wiederum soll bedeuten, dass Falschparker dort keine Knöllchen befürchten müssen und es dem Krankenhaus überlassen bleibt, Verstöße zu ahnden oder gar den Abschleppwagen zu rufen.

Hellmig-Krankenhaus: „Keine Beschwerden“

Im Gegensatz zu Anwohnern sieht das Hellmig-Krankenhaus kein Problem. Aktuell seien „keine Beschwerden über Verkehrsbelastungen an der hinteren Zufahrt zum Krankenhausgelände bekannt“, erklärte Klaus-Peter Wolter, Sprecher des Klinikum Westfalens. „Es gibt auch keine Feststellungen über Behinderungen zum Beispiel von Rettungswagen auf diesem Weg zum Krankenhaus.“ Die Krankenhausleitung sei „natürlich offen für Hinweise aus der Anwohnerschaft und auch bereit, dem gezielt nachzugehen“.

Der Wunsch, Geld und Wegstrecke zu sparen, dürfte der Grund sein, warum Autofahrer illegal auf der Westzufahrt parken. Rund um das Krankenhaus gibt es zwar ausreichend Parkplätze, aber nicht alle sind kostenlos. Kostenpflichtig sind auch die Parkplätze auf dem Krankenhausgelände, mit Ausnahme der Stellflächen für den Reha-Bereich.

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Klinikum-Sprecher Wolter weist auf die geltende Verkehrsregelung hin. „An der Kreuzung Kämerstraße/Kämertorstraße wird seit langem darauf hingewiesen, dass auf dieser Route keine Durchfahrtsmöglichkeit zum Hauptparkplatz und zum Haupteingang besteht. Auf dem Krankenhausgelände selbst ist in beiden Fahrtrichtungen die Durchfahrt nur für Einsatzfahrzeuge frei.“

Rettungswagen nehmen bei eiligen Fahrten die kürzeste Strecke zum Krankenhaus – also nicht zwingend die Westzufahrt. Wie viele solcher Fahrten stattfinden, ist nicht bekannt. Die statistischen Angaben konnte das Krankenhaus kurzfristig nicht ermitteln, das es keine separate Erfassung gebe.

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